Welt | Standpunkt 

Neugier und Forschergeist bringen uns weiter

Von Viktor Hermann | 07.08.2012 - 18:09

Weltraumforschung und die Suche nach dem Higgs-Boson geben der Menschheit wichtige Impulse und Einsichten.



Es konnte nicht ausbleiben: Der Jubel nach der Landung des Roboters "Curiosity" auf dem Mars war noch nicht verklungen, da kamen die Fragen nach der Berechtigung der gigantischen Kosten dieses Unternehmens.Ist es richtig, 2,5 Milliarden Dollar auszugeben, nur um festzustellen, ob auf dem Mars irgendwann Bedingungen geherrscht haben könnten, die Leben ermöglicht haben könnten?

Die Antwort ist zwar ein einfaches Ja, will aber wohl begründet sein. Die Ausgaben für Forschung in den unendlichen Weiten des Alls genauso wie die Suche nach Erkenntnis in der winzigen Welt von Atomen, Protonen, Ionen und Higgs-Bosonen sind immer gerechtfertigt - und seien sie noch so groß.

Zum einen, weil es im Wesen des Menschen liegt, mehr wissen zu wollen. Dazu gehört vor allem die Forschung nach den Grundlagen des Lebens und unserer Existenz. Es ist notwendig in die Tiefen der Elemente hineinzutauchen, ebenso wie wir die Weiten des Weltraums erschließen müssen, um zentrale Fragen zu klären.

Je weiter die Wissenschaft in den Raum der Erkenntnis vorstößt, je mehr wir wissen, desto größer wird der Aufwand, die Grenzen dieses Raumes auszudehnen. Und desto teurer werden diese Unternehmen, desto langsamer geht der Fortschritt voran.

Die meisten Antworten, die uns die Wissenschaft gibt, sind für Laien schwer verständlich und manchmal auch schwer verdaulich. Praktischer Wert stellt sich in vielen Fällen erst nach langer Zeit ein, wenn zum Beispiel fundamentale Erkenntnisse der Physik dazu beitragen, moderne Kommunikationsmittel bereitzustellen, ohne die wir heute wohl kaum mehr sein wollten.

Das berühmte Beispiel mit der Teflon-Beschichtung, die wir auf vielen Umwegen der Raumfahrt zu verdanken haben, lässt sich auf viele Lebensbereiche ausdehnen.

Zugleich tragen die mühsam und teuer errungenen Erkenntnisse der Forscher aber auch dazu bei, die Koordinaten für eine Positionsbestimmung des Menschen festzulegen - und ständig neu zu justieren. Wir wissen, dass so manches Unerklärliche im Laufe der Entwicklung dazu geführt hat, überirdische oder esoterische "Ursachen" und "Wirkungen" heranzuziehen, wo der Mangel an naturwissenschaftlicher Erkenntnis Ratlosigkeit verursachte.

 
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KOMMENTARE (1)
 

Gerhard Weigand

08.08.2012
19:06 Uhr

Naja. Der Mythos von wegen Teflon als Nebenprodukt der Raumfahrt sollte sich langsam herumgesprochen haben.Dieses wurde 1938 durch reinen Zufall von der firma Dupont entdeckt. Wenn altbekannte Fakten in einem Artikel schon Falsch sind, was soll ich dann überhaupt glauben. Im übrigen ist der wissenswahn der Menschen erst ein paar 10ß0 Jahre alt,und betrifft immer noch nur winzige Bruchteile der Bevölkerung,die Wissenschaftler. Unterm Strich hat uns dieser Wahn nur Überbevölkerung ,Leid und Umweltverschmutzung und ressourcen verschwendung gebracht und vertröstet uns wie die Kirche so lange auf ein irgendwannkommendes Paradies das wir nicht mehr erleben werdenHhauptsache die Wissenschaftler und Akademiker sind weg von der Strasse.

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