Sport

Lichtblicke und Enttäuschungen

Von Hans Adrowitzer | 29.07.2012 - 20:09

Das Positive zuerst: Die reifste Leistung am ersten Wettkampf-Wochenende der 30. Sommerspiele haben Jürgen Melzer/Alex Peya geboten.



Dass Österreichs Tennisdoppel im Wimbledon-Hexenkessel gegen die britischen Lokalmatadoren, die Gebrüder Murray, gewinnen würde, durfte man erhoffen, aber nicht unbedingt erwarten. Unter ihrem Wert schlagen ließ sich dagegen Tamira Paszek von der Französin Alize Cornet, die heuer das Turnier in Gastein gewonnen hat. Wie sehr hat sich ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb (zugleich Manager von Paszek) beim Internationalen Verband dafür starkgemacht, dass sein Schützling bei Olympia spielen darf. Das frühe Aus war auch für Leitgeb enttäuschend. Jetzt muss Paszek hoffen, dass sie mit Jürgen Melzer eine Wildcard für den Mixed-Bewerb erhält. Die Entscheidung des Internationalen Tennisverbands (ITF) fällt morgen, Dienstag.

Für Lichtblicke haben Finn-Segler Florian Raudaschl, der lange Zeit sogar in Führung lag, sowie die Tischtennisspieler und Kanute Helmut Oblinger gesorgt. Am Beispiel von Medaillenkandidat Ludwig Paischer hat man gesehen, wie dünn die Luft in der Weltspitze im Judo geworden ist. Auch andere ÖOC-Sportlerinnen und
-Sportler werden dieser Tage die gleiche Erfahrung machen. Enttäuschend waren neben Paszeks Ausscheiden auch die schwachen Zeiten der Schwimmerinnen und Schwimmer.

Kleiner Trost für das ÖOC-Team: Auch die nach der Eröffnungsfeier euphorisierten Briten haben Enttäuschungen erlebt, speziell im Herren-Radrennen. Auch die Deutschen haben sich wohl den Auftakt
erfolgreicher vorgestellt.

 
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