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Salzburg | Standpunkt

Politik der kleinen Erfolge

Von Thomas Hödlmoser | Aktualisiert vor 102 Tagen

Die Preise für Grundstücke auf dem Land und Wohnungen in der Stadt steigen - teils in abenteuerliche Höhen.



Und der Frust darüber steigt auch - vor allem bei der Generation der 20- bis 30-Jährigen, von denen sich viele auch noch mit schlechten Dienstverträgen und niedrigen Gehältern herumschlagen müssen.

Die Preisexplosion in der Landeshauptstadt strahlt auf die Umlandgemeinden aus und die Kluft zwischen Verdienst und Immobilienpreisen wird immer tiefer.

Bürgermeister wie Landespolitik versuchen nun gegenzusteuern - über Obergrenzen für Grundstücke in der Wohnbauförderung, über die geplante Umwidmungssteuer oder ein strengeres Vorgehen gegen Besitzer illegaler Zweitwohnungen.

All diese Bemühungen mögen gut gemeint sein. So lassen sich aber bestenfalls kleine Erfolge erzielen. Beispiel Wohnbauförderung: Die ist in Salzburg im Ländervergleich zwar sehr hoch. Bei Quadratmeterpreisen von mindestens 4000 Euro für die Stadtwohnung ist das Förderdarlehen aber ein Tropfen auf den heißen Stein.

Dass die von der SPÖ favorisierte Umwidmungsabgabe den Häuslbauern helfen wird, ist auch fraglich. Diese könnte im Gegenteil den Grundstückskauf verteuern. Und der Plan, konsequenter gegen Besitzer illegaler Zweitwohnungen vorzugehen, sieht in der Theorie einfacher aus als in der Praxis.

Die Politik setzt auf solche Schlagworte, um nicht den Anschein zu erwecken, nichts zu tun. Am Problem der rasant steigenden Preise wird es nichts ändern.



 

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