Karl Valentin, reloaded
Von Martin Behr | 15.09.2012 - 09:20
Die Zeit verrinnt. Zeit ist Geld: 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Anrufe aus Österreich? Noch teurer. Immer noch warten. Dann ein neues Tonband, das Erwartungen weckt: "Wir sind gleich für Sie da. Um ihre Anfrage rasch beantworten zu können, halten Sie bitte ihren Buchungscode bereit." Ja, ja doch. Die Zeit vergeht weiter. Dann: "Bitte haben Sie noch einige Augenblicke Geduld." Immer, immer wieder. Nach rund zwölf Minuten bricht das Telefonat ab. Leitung tot, Geld weg. Karl Valentin hatte es in seinem "Buchbinder Wanninger"-Sketch wenigstens mit echten Menschen zu tun: "Saubande, dreckade!"
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