"Düdeldü, düdeldü", ist immer wieder zu hören
Von Heinz Bayer | 30.07.2012 - 20:25
Erst der Schaden, dann der Spott. Düdelange. Allein der Klang dieses Namens tut vielen Fußballfans weh. Noch immer. Die spöttische Kurzform "Düdeldü" genügt und der Blutdruck des gestandenen Red-Bull-Fans bewegt sich. Doch, bitte keine Panik. Wir hatten das alles schon einmal. Auf nationaler Ebene. Und wir überlebten es ohne bleibenden Schaden. Am 12. 9. 1990 verlor Österreichs Nationalteam gegen die lustigen Kicker der Färöer-Inseln 0:1. Sie erinnern sich. Das war die Truppe, deren Tormann eine weiße Pudelmütze trug. Er heißt Martin Knudsen, der Torschütze Torkil Nielsen. Ein anderer Inselbewohner hört auf den Namen Hans Pauli Olsen. Er ist Bildhauer und wurde durch das Hoppala der Österreicher bzw. das goldene Tor von Torkil Nielsen inspiriert. Hans Pauli Olsen errichtete dem Torschützen ein vier Meter hohes Denkmal in Torshavn, der Hauptstadt der Insel. Der Sport lieferte dem schöpferischen Geist von Olsen einen Steilpass.
Im Abstand der Jahre wandelte sich die Schmach zu einem Lächeln. Das wird auch im Fall von "Düdeldü, düdeldü" so sein. Wobei ein Teil des Denkmals in Tórshavn heute schon den Roten Bullen gehört. Die verloren 2010 gegen Färöer-Meister HB Tórshavn im Gundadalur-Stadion vor 223 Zuschauern - richtig, mit 0:1.
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