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		<title>Salzburger Nachrichten RSS Feed</title>
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		<description>Die aktuellsten Nachrichten von salzburg.com</description>
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			<title>Salzburger Nachrichten RSS Feed</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 22 May 2013 13:39:05 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Scala-Intendantensuche: Pereira unter den letzten Drei</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/scala-intendantensuche-pereira-unter-den-letzten-drei-59058/</link>
			<description>Der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, ist seinem Ziel Mailänder Scala einen bedeutenden Schritt näher. Laut Scala-Sprecher Carlo Maria Cella sind noch drei Be...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-05/scala-intendantensuche-pereira-unter-den-letzten-drei-41-46876045.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, will nach Mailand. Bild: SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL" />Der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, will nach Mailand. Bild: SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL Neben Pereira nannte Cella den Intendanten des Piccolo Teatro in Mailand, Sergio Escobar, und Christiano Chiarot vom Teatro La Fenice in Venedig als die zwei anderen Kandidaten, berichtet das Nachrichten-Magazin &quot;News&quot;. Die Bestellung steht offenbar bald bevor: &quot;Es wird noch in diesem Monat eine Entscheidung geben. Die Entscheidung liegt beim Bürgermeister, im Moment ist es ein Foto-Finish&quot;, wird der Pressesprecher des Hauses zitiert.</p><p>Eine Doppelfunktion Pereiras in Salzburg und Mailand haben Mitglieder des Festspiel-Kuratoriums nach Bekanntwerden seiner Bewerbung in Italien bereits ausgeschlossen. In dem Artikel wird dies vom vermutlich nächsten Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) erneuert. Der ÖVP-Chef sprach auch den Streit um das Festspiel-Budget 2014 an, der nächste Woche im Kuratorium fortgesetzt wird. Das Überhandnehmen der Sponsorengelder bezeichnete Haslauer als &quot;problematisch. Welchen Weg der Abhängigkeit gehen wir?&quot; Es gehe auch um Mitarbeiter und Künstler, die ausgebeutet würden.</p><p>Laut &quot;News&quot; wird Pereira dem Kuratorium am 22. Mai erneut ein Budget von 64 Millionen Euro für das Jahr 2014 vorlegen. Dieses hatte am 6. März Pereiras Entwurf nicht akzeptiert und die Streichung zweier szenischer Opern-Neuproduktionen angeordnet. Dem Bericht zufolge soll der Intendant aber lediglich eine &quot;Cosi fan tutte&quot;-Wiederaufnahme zur Disposition stellen. Peter Radel, Kurator des Finanzministeriums, will das nicht hinnehmen: &quot;Sollte er 2014 überziehen, würde er eine negative Bilanz vorlegen, und das hätte für ihn schwere Konsequenzen. Man würde ihm dann nahelegen, seinen Vertrag nicht bis zum Ende zu erfüllen.&quot; Pereiras Vorschlag, die Kostüme kostensparend in Shanghai fertigen zu lassen, weist Haslauer zurück: &quot;Ich will die Wertschöpfung im Land behalten.&quot;]]></content:encoded>
			<category>Welt</category>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 12:36:30 +0200</pubDate>
			
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			<title>25 Kandidaten wollen die Mailänder Scala führen</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/25-kandidaten-wollen-die-mailaender-scala-fuehren-58886/</link>
			<description>Die Bewerbungsfrist zur Intendanz der Mailänder Scala ist abgelaufen. Wer der neue Intendant wird, könnte schon am 23. Mai verraten werden. Alexander Pereira ist laut &quot;Corrier...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-05/25-kandidaten-wollen-die-mailaender-scala-fuehren-41-46854574.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Zukünftig in Mailand? Alexander Pereira. Bild: SN/Andreas Kolarik" />Zukünftig in Mailand? Alexander Pereira. Bild: SN/Andreas Kolarik 25 Bewerber haben sich auf die offizielle Ausschreibung der Intendanz der Mailänder Scala gemeldet. Bis vergangenen Samstag konnten sich Interessenten für die Nachfolge des Franzosen Stephane Lissner ab 2015 melden und dem Aufsichtsrat des Opernhauses unter der Leitung des Mailänder Bürgermeisters Giuliano Pisapia ihre Lebensläufe einreichen. Der Aufsichtsrat könne in voller Autonomie auch Persönlichkeiten wählen, die sich nicht an der Ausschreibung beteiligen, hieß es in der Ausschreibung. Der Name von Lissners Nachfolger könnte möglicherweise bereits bei der Vorstellung des Saisonprogramms 2013-2014 am 23. Mai bekannt gegeben werden.</p><p>Am Tag davor findet die nächste Sitzung des Kuratoriums der Salzburger Festspiele statt. Das ist deshalb besonders pikant, da der Salzburger Festspielintendant Alexander Pereira, der Kontakte zur Scala bestätigt hat, nach Angaben der Tageszeitung &quot;Corriere della Sera&quot; (Dienstagsausgabe) weiterhin zu den Kandidaten für Lissners Nachfolge zählt. Gute Chancen werden auch dem Intendant der Amsterdamer Oper, Pierre Audi, und Sergio Escobar, Intendant der römischen Oper zwischen 1996 und 1998 und amtierender Direktor des Mailänder Theaters Piccolo, eingeräumt.</p><p>Lissner stellte dem Aufsichtsrat der Scala die Bilanz 2012 vor, die zum achten Jahr infolge ausgeglichen war. Der Intendant kürzte sich seinen Jahresbonus von 120.000 auf 50.000 Euro, berichtete &quot;Corriere della Sera&quot;. Trotz Kürzungen bei den staatlichen Finanzierungsgeldern in Höhe von sieben Millionen Euro konnte die Scala dank des Verkaufs von Karten und Dauerkarten 30,2 Millionen Euro eintreiben. Bei den Ausgaben kam es zu Kürzungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro.]]></content:encoded>
			<category>Welt</category>
			
			<pubDate>Tue, 14 May 2013 11:56:03 +0200</pubDate>
			
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			<title>Festspiel-Ball mit Rosen, Tango und Trachtenschürzen</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/festspiel-ball-mit-rosen-tango-und-trachtenschuerzen-58757/</link>
			<description>Der Ball der Salzburger Festspiele steht heuer im Zeichen der Rose. Das entsprechende Blumen-Logo stammt vom französischen Aquarellisten Pierre-Joseph Redoute. Die Festspiel-Gesell...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-05/festspiel-ball-mit-rosen-tango-und-trachtenschuerzen-41-46840564.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Im Vorjahr sind 1200 Gäste auf den ersten Salzburger Festspielball gegangen, heuer rechnet Protokollchefin Susanne Harf mit etwa 1400 Gästen. Bild: SN/dapd" />Im Vorjahr sind 1200 Gäste auf den ersten Salzburger Festspielball gegangen, heuer rechnet Protokollchefin Susanne Harf mit etwa 1400 Gästen. Bild: SN/dapd Wie das Festspieldirektorium und sein Patronessenkomitee am Montag bei einer Pressekonferenz bekannt gaben, stammt das entsprechende Blumen-Logo vom französischen Aquarellisten Pierre-Joseph Redoute und soll nicht nur das Galadiner in der Residenz und den Ballsaal in der Felsenreitschule verzieren. Redoutes Rose wird zudem von der Kostümabteilung der Festspiele auf alle Trachtenschürzen der etwa 60 Debütantinnen genäht.</p><p>Als musikalische Einlage sind Starsopranistin Vesselina Kasarova und Tenor Javier Camarena angesagt, begleitet werden die beiden von Theodor Guschlbauer und dem Salzburger Mozarteumorchester. Danach wird das Bernd Fröhlich Tanzorchester aufspielen. Als Mitternachts-Einlage sind Debra Ferrari und Emiliano Gemenez mit argentinischem Tango angekündigt.</p><p>Tanzlehrer Niki Seifert wird sich um die 60 Debütanten-Paare kümmern und &quot;besonders auf die Präzision der Auftritte sowie Atmosphäre und Perfektion bei den Walzern&quot; achten. Im Vorjahr sind 1200 Gäste auf den ersten Salzburger Festspielball gegangen, heuer rechnet Protokollchefin Susanne Harf mit etwa 1400 Gästen und kündigte einen &quot;noch schöneren und noch exklusiveren&quot; Festspielball an.</p><p>Das Galadiner in der Residenz wird von Haubenkoch Andreas Döllerer ausgerichtet. Beim Umzug in die Felsenreitschule musizieren die Postmusik, diverse Chöre und Trachtenmusikvereine sowie einige Teilnehmer des &quot;Young Singers Project&quot; der Festspiele.</p><p>Wie im Vorjahr ist der Red-Bull-Sender &quot;Servus TV&quot; der Hauptsponsor, dieser sorgt auch für eine Disco zu später Stunde. Niki Seifert veranstaltet zwei Tanzkurse während des Balls. Die Tombola soll &quot;hochkarätig&quot; werden. Zur Verlosung stehen Preise von &quot;großzügigen Spendern&quot; der Salzburger und der internationalen Wirtschaft.</p><p>Der Eintritt kostet 150 Euro. Wer einen Tisch in der Felsenreitschule will, bezahlt 450 Euro. Inklusive Galadiner kostet das Vergnügen auf dem zweiten Salzburger Festspielball 750 Euro. Dafür ist man laut Festspiel-Intendant Alexander Pereira beim &quot;großen Aus-Strahlen&quot; des Salzburger Festspielsommers 2013 dabei.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Mon, 13 May 2013 14:30:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Ben Gernon sichert sich &quot;Young Conductors Award&quot;</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/ben-gernon-sichert-sich-young-conductors-award-58596/</link>
			<description>Zum vierten Mal haben die Salzburger Festspiele den &quot;Young Conductors Award&quot; vergeben. Der Sieger 2013 heißt Ben Gernon und kommt aus England.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-05/ben-gernon-sichert-sich-young-conductors-award-41-46825167.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Ben Gernon gewann den &amp;#8222;Young Conductors Award&amp;#8220;. Bild: SN/wildbild" />Ben Gernon gewann den &#8222;Young Conductors Award&#8220;. Bild: SN/wildbild Der 23-jährige Nachwuchs-Dirigent hat sich im Finale an diesem Wochenende in Salzburg gegen den 23-jährigen Chinesen Yu Lu und den 29-jährigen Spanier Antonio Mendez durchgesetzt und bekommt 15.000 Euro Preisgeld. Außerdem wird Gernon das &quot;Preisträgerkonzert&quot; am 17. August mit dem Gustav Mahler Jugendorchester im Rahmen der Festspiele leiten.</p><p>Die drei Finalisten hatten je ein Konzert am 10., 11. und 12. Mai zu dirigieren. Ben Gernon leitete die Camerata Salzburg mit der Pianistin Sophie Pacini und Werken von Peter Maxwell Davies, Mozart und Beethoven. Lu Yu dirigierte das Mozarteumorchester Salzburg mit der Geigerin Vilde Frang. Auf dem Programm standen Stücke von Jonathan Harvey, Mozart und Schubert. Das letzte Konzert am Sonntagvormittag gestaltete Antonio Mendez mit dem Klarinettisten Sebastian Manz und dem Münchner Rundfunkorchester. Gegeben wurde Musik von James MacMillan, Mozart, Mendelssohn.</p><p>Insgesamt sind bei diesem vom Lebensmittelkonzern Nestle gesponserten Dirigenten-Wettbewerb 82 junge Musiker angetreten, die in Vorausscheidungen zuerst auf 16, dann auf drei Finalisten reduziert worden waren. Die internationale Jury bestand aus zehn Musikmanagern und Musikern. &quot;Die drei Konzerte waren auf sehr hohem Niveau. Die Jury hat sich schnell und eindeutig für Ben Gernon ausgesprochen. Seine große Musikalität und sein besonderer Kontakt zum Orchester haben uns überzeugt&quot;, erklärte Dirigent und Jury-Leiter Ingo Metzmacher in einer Aussendung der Festspiele.</p><p>Festspiel-Intendant Alexander Pereira sagte nach der Jury-Entscheidung: &quot;Bei der kürzlich stattgefundenen Verleihung der &#39;International Opera Awards&#39; in London haben mir mehrere Fachleute bestätigt, dass der &#39;Nestle and Salzburg Festival Young Conductors Award&#39; zu den wichtigsten Initiativen gehört, um jungen Dirigenten eine Plattform für eine spätere Karriere zu geben&quot;,</p><p>Der 23-jährige Brite Ben Gernon studierte Tuba und Dirigieren an der &quot;Guildhall School of Music and Drama&quot;. 2012 wurde er Zweitplatzierter bei der &quot;Donatella Flick LSO Conducting Competition&quot;. Derzeit ist er Chefdirigent des Southwark Youth Orchestra. Außerdem assistierte er Gustavo Dudamel mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Sun, 12 May 2013 15:50:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>&quot;re-rite&quot;: Jeder ist sein eigener Orchesterchef</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/re-rite-jeder-ist-sein-eigener-orchesterchef-57582/</link>
			<description>Damit neue Hörer die Klassik erleben, macht sogar ein Dirigierstar Platz auf dem Stockerl. Die multimediale Ausstellung &quot;re-rite&quot; der Salzburger Festspiele ist seit Freit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-05/re-rite-jeder-ist-sein-eigener-orchesterchef-41-46700976.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Bei &amp;#8222;re:rite&amp;#8220; werden Besucher Teil des Orchesters. Bild: SN/Andreas Kolarik" />Bei &#8222;re:rite&#8220; werden Besucher Teil des Orchesters. Bild: SN/Andreas Kolarik <br /><br />  Die Musiker wirken leicht angespannt. Das Fagott wartet auf seinen Einsatz. Im Orchester sind alle bereit. Aber auf dem Stockerl gleich neben dem Dirigenten Esa-Pekka Salonen wäre noch ein Platz frei. Auch an der großen Trommel fehlen noch Freiwillige. Traut sich jemand?</p><p>Der Job ist nicht leicht. Immerhin liegen auf den Pulten des London Philharmonia Orchestra die Noten zu Igor Strawinskys &quot;Le Sacre du Printemps&quot;. Bei seiner Uraufführung 1913 in Paris verursachte das Werk einen Skandal. Und auch hundert Jahre später gilt es wegen seiner Klangwucht und seiner rhythmischen Stolpersteine als hoch schwierige Partitur. </p><p>Aber keine Sorge: Der Chefdirigent teilt sicher keine Ermahnungen aus. Esa-Pekka Salonen leitet das Geschehen stumm und konzentriert - von einer Leinwand aus. Auch die anderen Räume in der alten Salzburger Rauchmühle sind voll mit Bildschirmen und Lautsprechern, auf denen die Instrumentengruppen einzeln zu hören und zu sehen sind.</p><p>Und der Besucher ist mittendrin in der Klangfülle: Das ist die Idee der multimedialen Ausstellung &quot;re-rite&quot;, die seit Freitag in Salzburg zu sehen ist. Wer sich durch die Räume bewegt, soll das London Philharmonia Orchestra und seinen Leiter Esa-Pekka Salonen bis 20. Mai aus nächster Nähe erleben statt von einem Platz im Konzertsaal. </p><p> Seit 2010 ist &quot;re-rite&quot; weltweit unterwegs. Im Vorfeld der Salzburger Pfingstfestspiele (bei denen Strawinskys &quot;Sacre&quot; auf dem Programm stehen wird) haben die Salzburger Festspiele das Projekt nun nach Salzburg geholt und die stillgelegte Rauchmühle als stimmigen Ort dafür entdeckt. </p><p>Mehr als 80 Schulklassen haben sich für einen Besuch angesagt. Damit sei &quot;re-rite&quot; das &quot;größte Jugendprojekt in der Geschichte der Salzburger Festspiele&quot;, sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler bei der Eröffnung. </p><p> Beim Pressetermin stellt sich Moritz auf das Dirigentenstockerl in dem Raum, in dem alle Bilder und Klänge zusammenkommen, und leitet für ein paar Minuten das ganze Bildschirmorchester. Was ihm an dieser Position gefällt? &quot;Es ist lustig zu probieren, wie sich das anfühlt&quot;, sagt der Zwölfjährige. &quot;Als Zuhörer sieht man den Dirigenten ja sonst immer nur von hinten.&quot;</p><p>Das Öffnen neuer Perspektiven sei auch das zentrale Ziel des Multimediaprojekts, sagt Simon Slaney, der technische Leiter des Philharmonia Orchestra. &quot;Wir haben uns gefragt, ob es nicht toll wäre, sich einmal mitten durch ein Orchester bewegen zu können. Man muss hier nicht still sitzen wie in einem Konzertsaal.&quot;</p><p>Der Aufwand dafür ist beträchtlich: Mit 28 Kameras wurde gefilmt, vier Wochen lang wurde das Material geschnitten. Und in der Rauchmühle seien fünf Kilometer Kabel verlegt worden, damit der Sound der Instrumentengruppen in jedem Raum getrennt, aber zeitgleich klingen könne, sagt Slaney.</p><p> Auf einem der Bildschirme ist ein Schlagwerker zu sehen. Er gibt jedem Besucher, der einmal auf die große Trommel hauen will, Tipps: &quot;Noch etwas warten und dann ziemlich laut, bitte!&quot; </p><p> Und wenn es schiefgeht? Dann gibt es auch keine schlechten Kritiken: &quot;Vergeig&#8217; es einfach!&quot; steht auf dem T-Shirt der Musikvermittlerin Alicja Gulcz, die für die jungen Besucher da ist. Das Projekt biete Kindern &quot;einen sehr sinnlichen Zugang zur Musik&quot;, sagt Gulcz.</p><p>Wer will, kann sein Instrument mitbringen, sich vor eines der Notenpulte setzen und mitspielen - oder aber den riesigen Orchesterapparat Raum für Raum hörend erforschen und am Schluss die Klangbalance des Orchesters auf einem Mischpult steuern.</p><p>Das London Philharmonia Orchestra investiert viel Energie in neue Medien: Auf der Internetseite gibt es Mitschnitte zum Herunterladen, auch auf YouTube ist es vertreten. &quot;Wir wollen Zuhörer auf vielen Kanälen erreichen&quot;, sagt Simon Slaney. Bei &quot;re-rite&quot; stehe die Technik aber im Hintergrund. &quot;Es geht um die physische Erfahrung.&quot; Gezeigt wird &quot;re-rite&quot; in Fabriken und an anderen ungewohnten Orten. Das Projekt soll Schwellenängste vor dem Konzertsaal nehmen - nicht nur bei Kindern: &quot;Bei uns hauen auch Ältere gern einmal auf die Pauke.&quot;<br /><Internetrot>www.salzburgerfestspiele.at</Internetrot>]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Sat, 04 May 2013 08:16:46 +0200</pubDate>
			
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			<title>Salzburger Festspiele als El Sistema-Residence</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/salzburger-festspiele-als-el-sistema-residence-56667/</link>
			<description>&quot;Ein Seelenwunsch geht in Erfüllung.&quot; So stellte der Salzburger Festspiel-Intendant Alexander Pereira am Freitag in Wien die große Residenz der venezuelanischen Musikinit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-04/salzburger-festspiele-als-el-sistema-residence-41-46600319.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Für Pereira geht ein Seelenwunsch in Erfüllung.  Bild: SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL" />Für Pereira geht ein Seelenwunsch in Erfüllung.  Bild: SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL Die Musikinitiative wird in Salzburg zwischen 24. Juli und 11. August unter anderem 14 Konzerte und Begegnungen mit Kindern der in Wien nach Sistema-Vorbild gegründeten europäischen Initiative &quot;((superar))&quot; bringen.</p><p>&quot;Das ist ein Projekt, das so sicher nie wieder stattfinden kann&quot;, erklärte Pereira. &quot;1400 Kinder kommen in diesem Sommer nach Salzburg. Ich hoffe, dass wir danach alle zehn Jahre jünger sein werden.&quot; Möglich gemacht wird das durch die finanzielle Unterstützung der Erste Stiftung, der Hilti Foundation und des Red Bull Media House. </p><p>In mehrfacher Hinsicht werden die diesjährigen Festspiele von Sistema geprägt sein: Der Komponist, Musikerzieher, Ökonom und Politiker Jose Antonio Abreu, der 1975 jene Initiative gründete, von der bisher mehr als zwei Millionen Kinder profitierten (aktuell lernen nahezu 400.000 junge Menschen, viele davon aus armen Verhältnissen, ein Instrument und musizieren in den Ensembles, Orchestern und Chören), wird die diesjährige Festspielrede halten. Neben dem Flaggschiff, dem Simon Bolivar Symphony Orchestra kommen weitere Ensembles von El Sistema nach Salzburg. Neben Gustavo Dudamel wird u.a. Simon Rattle dirigieren. Rattle erarbeitet mit dem National Children&#39;s Symphony Orchestra Mahlers Symphonie Nr.1. &quot;Sie werden sehen, das wird erstklassig&quot;, betonte Pereira die hohe musikalische Qualität der Ensembles.</p><p>Neben den Symphonie- und Chorkonzerten, zwei öffentlichen Symposien zu Themen der Musikerziehung sowie einem Ausstellungsprojekt in der Leica Galerie wird es auch zu einem umfangreichen Austausch mit Institutionen und Initiativen aus Salzburg bzw. Österreich kommen. Besonders intensiv wird dabei ((superar)) eingebunden. &quot;Wir sind stolz und froh, Teil des Programms zu werden&quot;, sagte Werner Binnenstein-Bachstein, der Vorstandsvorsitzende der 2010 vom Wiener Konzerthaus, den Wiener Sängerknaben und der Caritas der Erzdiözese Wien in Anlehnung an Sistema gegründeten Initiative.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 14:00:55 +0200</pubDate>
			
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			<title>Ex-Intendant Flimm kritisiert die Salzburger Festspiele</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/ex-intendant-flimm-kritisiert-die-salzburger-festspiele-56439/</link>
			<description>Der ehemalige Salzburger Festspiel-Intendant Jürgen Flimm hat nach seinem Schlaganfall vor sechs Wochen zu seiner spitzzüngigen Polemik zurückgefunden und die Festspiele in einem I...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-04/ex-intendant-flimm-kritisiert-die-salzburger-festspiele-41-46583035.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Kritik von Jürgen Flimm. Bild: SN/kolarik" />Kritik von Jürgen Flimm. Bild: SN/kolarik Der 71-jährige, im Unfrieden aus Salzburg geschiedene Regisseur und Kulturmanager, lieferte im deutschen Magazin &quot;Bunte&quot; einen Seitenhieb auf die Salzburger Festspiele: Der Intendant der Berliner Staatsoper bezeichnete die Festspiele als &quot;Intrigantenstadl, dessen wichtigster Trick es ist, dass keiner erkennt, woher die Intrigen kommen&quot;.</p><p>&quot;Kleingeister beherrschen das Geschäft und schenken sich zu Weihnachten riesengroße Särge&quot;, so Flimm in der &quot;Bunten&quot;. In Schutz nahm der streitbare Berliner Opernchef aber seinen Nachfolger Alexander Pereira, der das Festspielkuratorium kritisiert hatte: &quot;Das ist der Neid älterer Herrschaften, weil Pereira eine so hübsche Freundin hat. Deshalb kann man doch keinen angreifen - völliger Wahnsinn.&quot;</p><p>Flimm gab sich glücklich über die offenbar wiedergewonnene Gesundheit: &quot;Die Ärzte haben sogar meinen Kopf getestet. Das fand ich süß&quot;, sagte der 71-Jährige und fügte stolz hinzu, dass die Werte seiner Schlagfertigkeit nach Angaben des Chefarzts &quot;in der oberen Norm&quot; seien.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 11:15:03 +0200</pubDate>
			
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			<title>&quot;Opera Award&quot; für die Salzburger Festspiele</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/opera-award-fuer-die-salzburger-festspiele-56157/</link>
			<description>Die Salzburger Festspiele haben als einziger der österreichischen Kandidaten einen der neuen &quot;International Opera Awards&quot; gewonnen. Salzburg wurde zum Sieger in der Spart...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-04/opera-award-fuer-die-salzburger-festspiele-41-46536218.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Salzburg gewann in der Sparte &amp;quot;Opernfestival&amp;quot;.  Bild: SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL" />Salzburg gewann in der Sparte &quot;Opernfestival&quot;.  Bild: SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL Die heuer erstmals vergebene Auszeichnung ist in 23 Kategorien unterteilt, Salzburg wurde zum Sieger in der Sparte &quot;Opernfestival&quot; gekürt. Das Theater an der Wien, die Bregenzer Festspiele und das Wiener Staatsopernorchester gingen hingegen leer aus.</p><p>Die &quot;The Operas&quot; genannten Auszeichnungen sollen als &quot;Oscars der Opernwelt&quot; etabliert werden. &quot;Diese Auszeichnung ist einer meiner schönsten Momente in meiner bisher 18-jährigen Präsidentschaft&quot;, freut sich Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler in einer Aussendung: &quot;Eine Riesenanerkennung für über 3600 Mitarbeiter und Künstler, die alljährlich das kleine Salzburg für sechs Wochen zur Kulturhauptstadt der Welt machen.&quot; Auch Intendant Alexander Pereira zeigte sich beglückt vom Sieg in London: &quot;Ich bin sehr glücklich, dass die enormen Anstrengungen aller Mitarbeiter und die grundsätzliche Neuausrichtung der Salzburger Festspiele auch international eine so große Anerkennung gefunden haben&quot;.</p><p>Das Theater an der Wien musste sich hingegen in der Königskategorie &quot;Bestes Opernhaus&quot; dem Opernhaus Frankfurt geschlagen geben. Bei der besten Uraufführung triumphierte das Festival von Aix-en-Provence mit George Benjamins &quot;Written on Skin&quot; und schlug damit die Bregenzer Festspiele mit Detlev Glanerts &quot;Solaris&quot; aus dem Rennen. Das Wiener Staatsopernorchester zog gegen die Kollegen der New Yorker MET den Kürzeren. Preisträger in den weiteren Kategorien waren etwa Jonas Kaufmann als bester Sänger und Gewinner des Publikumspreises, die Schwedin Nina Stemme als beste Sängerin, Antonio Pappano als bester Dirigent oder Dmitri Tcherniakov als bester Regisseur.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 11:21:50 +0200</pubDate>
			
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			<title>Salzburger Festspiele: Zechner technischer Leiter</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/salzburger-festspiele-zechner-technischer-leiter-54704/</link>
			<description>Die Salzburger Festspiele bekommen einen neuen Technischen Leiter. Der 45-jährige gebürtige Oberösterreicher Andreas Zechner wird diese Aufgabe am 1. Oktober von Jürgen Höfer übern...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-04/salzburger-festspiele-zechner-technischer-leiter-41-46363535.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Höfer wird die Festspiele aus gesundheitlichen Gründen nach dem Sommer 2013 verlassen. Bild: SN/apa" />Höfer wird die Festspiele aus gesundheitlichen Gründen nach dem Sommer 2013 verlassen. Bild: SN/apa Höfer wird die Festspiele aus gesundheitlichen Gründen nach dem Sommer 2013 verlassen. Andreas Zechner ist zurzeit Technischer Direktor der Münchner Kammerspiele. Der 45-Jährige kam aus Stuttgart nach München, wo er sich sieben Jahre lang im größten Drei-Sparten-Haus Europas, dem Staatstheater, um sämtliche technische Angelegenheiten kümmerte.</p><p>Bevor er ab dem Jahr 2000 für zwei Jahre die Technik des Grazer Opernhauses leitete, war er von 1991 an saisonal bei den Salzburger Festspielen beschäftigt. Der studierte Maschinenbauer und Mechatroniker gilt als anerkannter Fachmann in der Theaterszene. Für Andreas Zechner geht &quot;ein beruflicher Lebenstraum in Erfüllung&quot;, wie die Festspiele in einer Aussendung schreiben.</p><p>Die Festspiele bedankten sich bei Jürgen Höfer, der seit längerem mit gesundheitlichen Problemen kämpft, für seine &quot;kluge und besonnene Kompetenz, Integrität und Menschlichkeit&quot;.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 12:11:18 +0200</pubDate>
			
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			<title>Festspiele: Ehemaliger Generalsekretär gestorben</title>
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			<description>Die Salzburger Festspiele trauern um den im 89. Lebensjahr verstorbenen Musikwissenschafter Otto Sertl. Er war vom 1. April 1979 bis 1. September 1986 Generalsekretär bei den Salzb...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-04/festspiele-ehemaliger-generalsekretaer-gestorben-41-46156667.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Otto Sertl ist mit 89 Jahren verstorben. Bild: SN/archiv" />Otto Sertl ist mit 89 Jahren verstorben. Bild: SN/archiv &quot;Er war ein unermüdlicher Kämpfer für die zeitgenössische Musik&quot;, erklärte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler am Freitag in einer Aussendung.</p><p>Otto Sertl folgte Tassilo Nekola als Generalsekretär nach. Sertl sei ein Vorkämpfer für die Moderne bei den Salzburger Festspielen gewesen, sagte Rabl-Stadler. &quot;Wir gedenken seiner mit großer Dankbarkeit und sprechen seiner Familie unser tief empfundenes Beileid aus.&quot; Er habe mit großer Tatkraft die Salzburger Festspiele von 1980 bis 1986 unter Präsident Albert Moser und dem Direktorium mit Herbert von Karajan, Ernst Haeussermann, Gerhard Wimberger und Heinrich Wiesmüller gestaltet.</p><p>Unter seinem Generalsekretariat sei die Zahl der Veranstaltungen gestiegen und Uraufführungen sowie Kirchenkonzerte seien wieder ins Programm aufgenommen worden, erklärten die Festspiele in einer Aussendung. Sertl trat - unterstützt von den beiden Direktoriumsmitgliedern Wimberger und Wiesmüller - für die Öffnung der Festspiele ein. Er forcierte Fernsehübertragungen und erstmals gab es auch Übertragungen von Orchesterkonzerten auf den Domplatz.</p><p>Durch seine musikwissenschaftliche Vorbildung und seine Verankerung in Salzburg sei Otto Sertl ein wichtiger Partner für den ORF, für die Stiftung Mozarteum, aber auch für das Salzburger Landestheater und die Szene der Jugend gewesen, informierten die Festspiele. In seiner Pension verwirklichte er gemeinsam mit der Festspielpräsidentin und dem Stiftungspräsidenten Friedrich Gehmacher ein Audio- und Tonmuseum in Mozarts Wohnhaus.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Fri, 29 Mar 2013 20:09:21 +0100</pubDate>
			
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			<title>Salzburger Festspiele: Konzertinstallation &quot;re-rite&quot;</title>
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			<description>Die Salzburger Festspiele werden im Mai eine Mischung aus Ausstellung und Performance mit dem Titel &quot;re-rite&quot; präsentieren. Dahinter verbirgt sich eine interaktive Multim...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-02/salzburger-festspiele-konzertinstallation-re-rite-41-45577435.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Die Intallation &amp;#8222;re-rite&amp;#8220; entstand in Zusammenarbeit mit Dirigent Esa-Pekka Salonen und dem Philharmonia Orchestra London. Im Bild: Festspielpräsidentin Rabl-Stadler.  Bild: SN/Andreas Kolarik" />Die Intallation &#8222;re-rite&#8220; entstand in Zusammenarbeit mit Dirigent Esa-Pekka Salonen und dem Philharmonia Orchestra London. Im Bild: Festspielpräsidentin Rabl-Stadler.  Bild: SN/Andreas Kolarik Die interaktive Multimedia-Installation stammt von Dirigent Esa-Pekka Salonen und dem Philharmonia Orchestra London aus dem Jahr 2009. Schauplatz dieser Aktion, die von 3. bis 20. Mai gratis besucht werden kann, ist die stillgelegte Salzburger Rauchmühle im Stadtteil Lehen. Am Mittwoch wurde das Konzept zu &quot;re-rite&quot; bei einem Pressegespräch erläutert. Das Geld für diese Schau stammt von der Versicherung Uniqua, die als Hauptsponsor der Festspiele ausgestiegen, als Projektsponsor kurz darauf aber wieder eingestiegen ist.</p><p>In &quot;re-rite&quot; werden sieben Schauräume installiert. In jedem dieser Schauräume wird eine Orchestergruppe zu sehen und zu hören sein, während sie Strawinskys exakt hundert Jahre altes, bei der Uraufführung skandalöses, mittlerweile weltweit etabliertes Meisterwerk spielt. &quot;Das Werk kann auf diese Weise intensiv erfahren werden&quot;, erklärte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, &quot;ich bin fest überzeugt, dass der Gang durch das virtuelle Orchester unbändige Lust machen wird auf einen wirklichen Konzertbesuch.&quot; Die Festspiele verstehen diese Ausstellung vor allem als Angebot für Kinder aus Salzburg und Umgebung sowie Menschen mit geringerer Kenntnis über klassische Musik. Zugleich aber soll &quot;re-rite&quot; auch für echte Fans von Strawinsky eine Bereicherung sein.</p><p>Mit 30 Kameras wurden die 108 Musiker beim Spielen aufgenommen, zum Teil waren die Musiker selbst mit Helmkameras beschäftigt. Der Zuschauer kann von Orchestergruppe zu Orchestergruppe weiterwandern und jede andere Instrumentengruppe akustisch dazu- oder weg-schalten. Parallel dazu können die Noten auf simple Art gelesen und Erläuterungen zum Stück mitverfolgt werden. Beim Schlagzeug kann der Zuschauer sogar mitspielen und der Interpretation von Salonen und seinem Orchester zusätzlichen Drive verleihen.</p><p>&quot;re-rite&quot; ist nach der Erstpräsentation in London jetzt weltweit auf Tournee und verweist auf erfolgreiche Präsentationen in Dortmund, Paris, Hamburg, der Türkei und Fernost. &quot;Die Schau nach Salzburg zu holen, war einen Idee unserer &#39;Leuchtrakete&#39; Cecilia Bartoli&quot;, sagte Rabl-Stadler. &quot;Und es ist erklärte Absicht des Intendanten Alexander Pereira, die Festspiele auch in der Zwischensaison spürbar zu machen. Im kommenden Mai wird das mit den Pfingstfestspielen, der Ausstellung &#39;re-rite&#39; und den Young-Conductor-Konzerten gut gelingen.&quot;</p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Wed, 27 Feb 2013 19:08:10 +0100</pubDate>
			
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			<title>Festspiele: Simon Schwarz neuer Teufel im &quot;Jedermann&quot;</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/festspiele-simon-schwarz-neuer-teufel-im-jedermann-43980/</link>
			<description>Der vor allem durch seine Filmrollen bekannte Wiener Schauspieler Simon Schwarz (42) ist der neue Teufel auf dem Domplatz. Das gaben die Salzburger Festspiele am Freitag bekannt.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2013-01/festspiele-simon-schwarz-neuer-teufel-im-jedermann-41-44729582.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Simon Schwarz spielt ab Sommer den &amp;#8222;Teufel&amp;#8220; im &amp;#8222;Jedermann&amp;#8220;. Bild: SN/EPA" />Simon Schwarz spielt ab Sommer den &#8222;Teufel&#8220; im &#8222;Jedermann&#8220;. Bild: SN/EPA In der Neuinszenierung des &quot;Jedermann&quot; durch Julian Crouch und Brian Mertes wird er an der Seite von Cornelius Obonya in der Titelpartie, Brigitte Hobmeier als Buhlschaft sowie Peter Lohmeyer als Tod spielen.</p><p>Simon Schwarz wurde am 10. Jänner 1971 in Wien geboren. Schauspielunterricht nahm er an der Zürcher Anne Woolliams Schule und an der Hochschule für Schauspielkunst &quot;Ernst Busch&quot; in Berlin. Er ist in klassischem Ballett ausgebildet, nahm Tanzunterricht im Tanz Forum Wien und am Tanztheater Zürich. Nach Theaterengagements in Klagenfurt, Luzern und Basel startete er mit &quot;Tempo&quot; (1996) eine eindrucksvolle Filmkarriere in Deutschland und Österreich.</p><p>Mit &quot;Die Siebtelbauern&quot; von Stefan Ruzowitzky wurde er 1998 bekannt und für seine Rolle in Saarbrücken mit einem Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Filmen zählen u.a. &quot;Wanted&quot; (1999) und &quot;Nordwand&quot; (2008) sowie Wolfgang Murnbergers Verfilmungen der Wolf Haas-Krimis &quot;Komm, süßer Tod&quot; (2000), &quot;Silentium&quot; (2004) und &quot;Der Knochenmann&quot; (2009). Im Fernsehen spielte er u.a. in den &quot;Trautmann&quot;-Krimis, in &quot;Tatort&quot; und &quot;Schnell ermittelt&quot; sowie jüngst in David Schalkos TV-Serie &quot;Braunschlag&quot;.</p><p>Mit &quot;Jedermann&quot; Cornelius Obonya stand Simon Schwarz u.a. in &quot;Kottan ermittelt - Rien ne va plus&quot; und der Verfilmung des Kriminalromans &quot;Die Mutprobe&quot; von Lisa Lercher gemeinsam vor der Kamera.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Fri, 18 Jan 2013 15:10:36 +0100</pubDate>
			
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			<title>&quot;Jedermann&quot;: Peter Lohmeyer wird neuer &quot;Tod&quot;</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/jedermann-peter-lohmeyer-wird-neuer-tod-40181/</link>
			<description>Der deutsche Schauspieler Peter Lohmeyer ist der neue &quot;Tod&quot; im &quot;Jedermann&quot; der Salzburger Festspiele. Wer den Teufel spielen wird, ist weiter offen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-12/jedermann-peter-lohmeyer-wird-neuer-tod-41-44150774.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Peter Lohmeyer spielt kommende Saison den &amp;#8222;Tod&amp;#8220; beim &amp;#8222;Jedermann&amp;#8220;. Bild: SN/AP" />Peter Lohmeyer spielt kommende Saison den &#8222;Tod&#8220; beim &#8222;Jedermann&#8220;. Bild: SN/AP In der Neuinszenierung von Julian Crouch und Brian Mertes wird Lohmeyer an der Seite des neuen &quot;Jedermann&quot;-Gespanns Cornelius Obonya, in der Titelrolle, und &quot;Buhlschaft&quot; Brigitte Hobmeier spielen. Der &quot;Teufel&quot; dagegen, &quot;hat sich uns - noch nicht - zu erkennen gegeben&quot;, erklärte Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf im Interview mit dem &quot;Kurier&quot;.</p><p>Der 50-jährige Lohmeyer, an der Schauspielschule Bochum ausgebildet, wurde neben zahlreichen Theaterengagements vor allem durch Film und Fernsehen bekannt, etwa mit &quot;Die Straßen von Berlin&quot; und &quot;Das Wunder von Bern&quot;. In Salzburg folgt er als &quot;Tod&quot; auf Ben Becker. Seit 2008 ist er mit der österreichischen Starköchin Sarah Wiener verheiratet.</p><p>Zurückhaltend gab sich Bechtolf im Interview bezüglich des Ausscheidens von Franz Welser-Möst als Dirigent des Salzburger Mozart-Zyklus. Er habe &quot;den Menschen, die es anging&quot; alles gesagt, was er zu sagen habe, sein Verhältnis sei weder zu Welser-Möst, noch zu Alexander Pereira getrübt. Die Bestellung von Christoph Eschenbach, mit dem er &quot;seit über 30 Jahren befreundet&quot; ist, als neuer Dirigent des Zyklus, ist für den Regisseur &quot;ein gutes Omen für einen Neuanfang&quot;.</p><p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Sun, 16 Dec 2012 12:08:08 +0100</pubDate>
			
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			<title>Welser-Möst: &quot;Würde mit Pereira auf ein Schnitzel gehen&quot;</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/welser-moest-wuerde-mit-pereira-auf-ein-schnitzel-gehen-40013/</link>
			<description>Franz Welser-Möst, Dirigent des Neujahrskonzertes, wird derzeit eher zur Causa Salzburger Festspiele befragt - so auch im SN-Gespräch.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-12/welser-moest-wuerde-mit-pereira-auf-ein-schnitzel-gehen-41-44118850.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Dirigent Franz Welser-Möst. Bild: SN" />Dirigent Franz Welser-Möst. Bild: SN <br /><br /><strong>SN:</strong> <em> Vor Tagen war noch vereinbart, ein schönes Interview zum schönen Neujahrskonzert zu machen. Also: Fällt Ihnen ein schöner Satz zu diesem Thema ein?</em></p><p><strong>Welser-Möst:</strong> <EM>(lacht)</EM> Erstens einmal, dass ich erstaunt war, dass ich so schnell wieder eingeladen wurde. Das hat mich noch mehr gefreut als beim ersten Mal. Ich freue mich auch deshalb mehr darauf, weil man jetzt anders mit so einer Situation umgehen kann. Ich habe das vorher nie so erlebt, was da für eine Hektik und Nervosität hinter der Bühne herrscht. Man geht normalerweise in den Musikverein, geht in das &quot;Kammerl&quot;, zieht sich um und hat so 20 Minuten für sich selber. Nicht beim Neujahrskonzert. Da zupft jeder an einem und wischt und macht und tut, daran muss man sich gewöhnen. Das ist nicht so einfach. Ich habe übrigens gerade von Clemens Hellsberg von den Wiener Philharmonikern gehört, heuer durchbrechen sie eine Schallmauer mit der Übertragung in über 80 Länder.</p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Ihr Rücktritt bei den Salzburger Festspielen ändert die Interessenslage. Die Frage ist nun: Sie kennen nach langer &quot;Ehe&quot; Alexander Pereira so gut wie sonst niemand. Warum haben Sie in Salzburg überhaupt zugesagt, wenn Sie mit ihm nicht können?</em></p><p><strong>Welser-Möst:</strong> Ich habe weder zu- noch abgesagt. Sondern man bekommt ein Angebot von den Salzburger Festspielen. In diesem Fall Salzburg als Paket, das waren drei Jahre hintereinander, und es wurde auch angedacht, im dritten Jahr alle drei Da-Ponte-Opern als Zyklus zu spielen. Das Leading Team, also Sven-Eric Bechtolf und Rolf und Marianne Glittenberg, wir haben schon des Öfteren darüber gesprochen, was das bedeutet.</p><p>Ich habe mir die Sänger gewünscht und ich habe ganz klar künstlerische Konditionen gestellt. Eine davon war, dass aus früheren Erfahrungen heraus bei fünf Vorstellungen einmal zwischen zwei Vorstellungen nur ein freier Tag sein kann, aber sonst auf jeden Fall zwei Tage. Man kann das sonst meiner Meinung nach nicht festspielwürdig präsentieren. Und dann habe ich die Termine aus dem gedruckten Programm erfahren! Ich finde es bemerkenswert, dass die Leute jetzt erstaunt sind, dass ich konsequent bin. Aber es war die Folge, dass Vereinbarungen nicht eingehalten wurden.</p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Ihre Bedenken betrafen vor allem die Sänger, aber es ist doch so: Ein mächtiger, abgesicherter Dirigent wie Sie kann abhauen, aber Sänger können nicht einmal streiken, wenn sie jemals wieder engagiert werden wollen.</em></p><p><strong>Welser-Möst:</strong> Man kann immer alles negativ sehen, das ist klar. Es geht vor allem darum, dass diese Bedingungen <EM>nicht</EM> umgesetzt wurden, und ich für mich einen künstlerischen Anspruch stelle, wenn ich so ein spezielles Projekt mache. Und glauben Sie mir, da ist mein Herz daran gehangen. Wozu würde ich mir die ganze Arbeit antun, in der Vorbereitung, wie Sänger zu suchen, mit dem Regieteam reden, mehrmals die Probendispositionen mit den Festspielen zu besprechen?</p><p>Ich weiß, was es braucht, damit eine Spitzenleistung zustande kommt. Das ist mein Verständnis. Und dafür stehe ich ein. Das kommt aus der Erfahrung, die ich gemacht habe in der Vergangenheit. Das Publikum in der dritten Vorstellung - die noch dazu um 13 Uhr stattfindet - ist mir nicht egal. Ich bin ja als Künstler nach Salzburg engagiert worden. Oder besser &quot;angefragt&quot; worden, weil ich keinen Vertrag habe. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Eigentlich ist es Ihr bevorzugtes &quot;Mozart-Ensemble&quot;, das nun zum Handkuss kommt. Sollten die auch absagen?</em></p><p><strong>Welser-Möst:</strong> Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann nur sagen, dass ich aufgrund der Bedingungen die musikalische Verantwortung nicht übernehmen kann.</p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> War Ihnen egal, wer als Dirigent nachfolgt - es wurde Christoph Eschenbach?</em></p><p><strong>Welser-Möst:</strong> Das ist nicht meine Angelegenheit. Ich habe mit der Sache abgeschlossen. Ich schätze den Kollegen Eschenbach wie viele Kollegen auch, aber es liegt nicht an mir, sein Engagement zu kommentieren. Die Salzburger Festspiele haben eine Lösung gefunden. Übrigens: Ich habe die Festspiele in einem Schreiben gebeten, meine Absage der Öffentlichkeit mitzuteilen. Am Samstagvormittag kam wie sonst auch ein Fernsehteam zu meiner Diskussionsreihe &quot;Positionslichter&quot; in der Staatsoper. Da wurde ich vor laufender Kamera mit den Rückzugsgerüchten konfrontiert, die ich auch bestätigt habe. Lügen ist nicht meine Sache. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Ist jetzt auch Ihre Freundschaft zu Leibregisseur Sven-Eric Bechtolf irritiert?</em></p><p><strong>Welser-Möst: </strong>Bechtolf ist Profi genug, genauso wie ich, dass man Freundschaft und Beruf auseinanderhalten kann. Wir machen jetzt gerade in vollster Harmonie gemeinsam die &quot;Ariadne&quot; von Strauss an der Staatsoper (Premiere: 19. Dezember). Übrigens: Ich muss auch nicht mit jedem Menschen, mit dem ich arbeite, befreundet sein. Das eine ist eine professionelle Haltung und das sind andere persönliche Befindlichkeiten. Ich würde jederzeit mit Herrn Pereira wieder auf ein Schnitzel gehen.</p><p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Fri, 14 Dec 2012 11:23:51 +0100</pubDate>
			
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		</item>
		
		<item>
			<title>Pereira: &quot;Besser ein Ende mit Schrecken&quot;</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/pereira-besser-ein-ende-mit-schrecken-39676/</link>
			<description>Alexander Pereira blickt zurück und nach vor, nachdem seine lange Zusammenarbeit mit Franz Welser-Möst zerbrochen ist. Der Intendant der Salzburger Festspiele im SN-Interview.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-12/pereira-besser-ein-ende-mit-schrecken-41-44061616.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Alexander Pereira erlebt nach dem Krach mit dem Kuratorium im Frühjahr nun mit der Absage Franz Welser-Mösts eine zweite Belastungsprobe." />Alexander Pereira erlebt nach dem Krach mit dem Kuratorium im Frühjahr nun mit der Absage Franz Welser-Mösts eine zweite Belastungsprobe. <br /><br /> Franz Welser-Möst hat seine Absage für die Salzburger Festspiele kaum ausgesprochen, und schon hat Intendant Alexander Pereira einen Ersatzdirigenten. Doch er verhehlt nicht: Mit Franz Welser-Möst hatte er &quot;schöne Erfahrungen und große Erfolge&quot;.</p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Sie schreiben in Ihrer Erklärung zu Franz Welser-Mösts Absage, offenbar hätten sich da &quot;zwei Menschen auseinandergelebt&quot;. Was meinen Sie damit?</em> </p><p><strong>Pereira:</strong> Wir waren in Zürich fünfzehn Jahre zusammen, er als Generalmusikdirektor, ich als Intendant. Das war eine sehr lange Zeit. Wir hatten viele schöne Erfahrungen und große Erfolge. </p><p>Allerdings: Franz ist ein Mensch, der Fehler von anderen nie vergisst, sondern sie so lang sammelt, bis er vor lauter Bäumen den Wald - also das Positive - nicht mehr sieht. Und ich gebe ja zu, die letzte &quot;Così&quot;-Vorstellung um 11 Uhr anzusetzen, war ein Fehler von mir. Ich hätte ihn ins Boot holen müssen, das haben wir irrtümlicherweise nicht getan. Er hat sich deswegen offenbar gefühlt wie ein Möbelstück, das man herumschiebt. </p><p>Aber es hätte genügt, mich anzurufen, und ich hätte gesagt, o. k., Franz, wir verschieben&#8217;s, was ich übrigens eh getan habe. Das wäre ein Gespräch von zwanzig Sekunden gewesen. Doch dass er daraufhin den ganzen dreijährigen Mozart-Zyklus storniert, ist absolut unangemessen. Das kann man nicht rational erklären. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Sie haben Franz Welser-Möst Mitte der 90er-Jahre einen neuen Karrierestart ermöglicht. Er war als Chef des London Philharmonic Orchestra von der britischen Presse arg zerzaust, ätzende Kritiker nannten ihn &quot;Frankly Worse than Most&quot;. Aber Sie holten ihn nach Zürich. Ist die jetzige Absage eine postpubertäre Emanzipation?</em></p><p><strong>Pereira:</strong> Eine Emanzipation ist es sicher. Vielleicht war ich tatsächlich eine Art Vaterfigur, und das hat ihn beunruhigt und er wollte das abschütteln. </p><p>Er wollte nie an den tiefen Moment in London erinnert werden. Einmal hat er sogar behauptet, das Zürcher Orchester hätte mich damals gezwungen, ihn zu engagieren. So ein Unsinn! </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Kam die Absage Ende der Vorwoche unerwartet oder hat sich der Konflikt schon angebahnt?</em></p><p><strong>Pereira: </strong>Die Absage kam völlig überraschend. Ich war vor vier Wochen bei ihm zu Hause, das war ein harmonisches Gespräch. </p><p>Allerdings sind meine Mitarbeiter und ich schon seit Langem die Hohe Schule vor ihm gegangen (&quot;Hohe Schule&quot; ist die Pferdedressur des höchsten Schwierigkeitsgrades, Anm.). Wir wollten ihm alles unbedingt recht machen. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Haben Sie deswegen seinen Urlaub bis 14. August akzeptiert?</em></p><p><strong>Pereira: </strong>Ja. Wir haben ein spezielles Konstrukt für ihn gemacht. Für Ende Juni waren Sitzproben mit Orchester und Sängern in Wien vorgesehen, wir hätten dafür das ganze Ensemble für eine Woche nach Wien gekarrt. Dann haben wir die Premiere spät angesetzt, damit wir wenigstens sechs Tage für Bühnenproben haben. Wir haben versucht, einen für ihn machbaren Kompromiss zu finden, der künstlerisch zu vertreten ist. </p><p>Ich habe gehofft, wir könnten unsere alte, in so vieler Hinsicht schöne Zusammenarbeit weiter pflegen. Wenn das nicht geht, ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. </p><p>Was bringt&#8217;s, wenn wir im Festspielhaus alle herumhüpfen, und ihm wird schon schlecht, wenn er das Haus betritt? </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Ist Ihrer beider Zusammenarbeit nun für immer vorüber? </em></p><p><strong>Pereira: </strong>Für immer? Ach, in diesem Beruf gibt es kein &quot;immer&quot;. Aber natürlich ist das ein klarer Schnitt. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Fürchten Sie, dass Franz Welser-Möst vom einstigen Partner zu Ihrem Rivalen werden könnte? </em></p><p><strong>Pereira: </strong>Wissen Sie, dazu gehören immer zwei. Ich werde das sicher nicht mitmachen. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Franz Welser-Möst sagte, er habe keinen Vertrag mit den Salzburger Festspielen. Stimmt das?</em></p><p><strong>Pereira: </strong>Ja, das stimmt, das ist aber auch nicht ungewöhnlich.</p><p> Unser Metier ist ein Handschlaggeschäft. Uns verbindet etwas stärker als jede Unterschrift: der künstlerische Prozess. Wäre der Glaube an ein gemeinsames Projekt verloren, wäre eine Unterschrift nicht das Papier wert, auf dem sie stünde. Glauben Sie, ich ginge vor Gericht und klagte auf Vertragserfüllung? Da machte ich mich doch lächerlich. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Ist &quot;Così fan tutte&quot; jetzt - wie die Hamburger sagen - in trockenen Tüchern?</em></p><p><strong>Pereira:</strong> Hamburgisch, das ist gut gesagt! Denn es ist ein Hamburger Team - Christoph Eschenbach als Dirigent (siehe &quot;Im Porträt&quot; unten, Anm.) und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. </p><p>Es bleibt bei der Idee: für alle drei Opern ein Regisseur, ein Dirigent und ein Sängerensemble. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Wie kamen Sie auf Christoph Eschenbach?</em></p><p><strong>Pereira:</strong> Ich habe von ihm wunderschöne Mozart-Aufführungen gehört. Nach Franz Welser-Mösts Absage habe ich ihn sofort angerufen und gesagt: &quot;Schau, Christoph, ich bin in einer Kalamität, hättest du Lust?&quot; Christoph sagte: &quot;Ich glaube, das könnte gehen, ruf mich am Abend an, wenn ich in Paris vor meinem Kalender sitze.&quot;</p><p> Er war gerade auf dem Rückweg von Stockholm, wo er das Nobelpreis-Konzert dirigiert hat. Inzwischen habe ich mich mit den Wiener Philharmonikern ins Benehmen gesetzt und einige Varianten diskutiert; mit Eschenbach waren sie einverstanden. </p><p>Der hat am Abend zugesagt, den gesamten Zyklus zu dirigieren. Das ist eine wunderbare Lösung. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Welche seiner Mozart-Aufführungen haben Sie von ihm gehört?</em></p><p><strong>Pereria: </strong>Zuletzt &quot;Così&quot; in Tokio und Paris, eine halbe &quot;Don Giovanni&quot;-Vorstellung in Chicago, weil ich dann zum Flugzeug musste, und im Hamburg die große g-Moll- und die Jupiter-Symphonie. </p><p><strong>SN:</strong> <em> Was gefällt Ihnen an seiner Art, Mozarts Musik zu dirigieren?</em></p><p><strong>Pereira:</strong> Dass sie aus der Stille kommt. Sie hat eine große Eleganz, eine Zartheit, eine Feinheit und dabei Tiefe. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Die für &quot;Così fan tutte&quot; engagierten Sänger bleiben?</em></p><p><strong>Pereira: </strong>Ja, ja! Wir haben mit ihnen gesprochen. Alle sind zufrieden und entspannt. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Franz Welser-Möst hat kritisiert, die Aufführungen seien zu dicht und für Sänger unzumutbar. </em></p><p><strong>Pereira: </strong>Dieser Vorwurf ist aus der Luft gegriffen! Ich kann Ihnen eine zwei Seiten lange Liste geben von Opernhäusern auf der ganzen Welt und den größten Dirigenten: Alle haben &quot;Così&quot; in solchen Abständen gespielt. Sogar Franz Welser-Möst hat das mit dem Cleveland Orchestra und an der Zürcher Oper genauso gemacht. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Aber die Salzburger Festspiele sollten anders sein als Repertoiretheater: mehr Proben, mehr Ruhe, dafür bessere Qualität. </em></p><p><strong>Pereira: </strong>Man kann &quot;Così&quot; mit einem Tag Pause singen. Wo es kritisch ist, bei &quot;Don Carlo&quot; und &quot;Meistersinger&quot;, haben wir größere Abstände eingeplant. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Dicht wird auch &quot;Falstaff&quot;: vier Vorstellungen in fünf Tagen. </p><p></em><strong>Pereira:</strong> Das ist alles mit den Sängern so besprochen. Bei &quot;Falstaff&quot; gibt es einen kritischen Sänger, jenen der Titelpartie. Wenn Ambrogio Maestri gesund ist, singt er das mühelos. Wenn nicht, können wir sowieso nichts machen. Ich schlage Ihnen etwas vor: Gehen wir beide gemeinsam in &quot;Così&quot; am 25. August und in &quot;Falstaff&quot; am 6. August. Dann sagen Sie mir, wie gut oder schlecht die Sänger sind. </p><p>Übrigens: Viel schwieriger für Sänger ist, was Franz Welser-Möst gemacht hat: vier Mal &quot;Carmina Burana&quot; in vier Tagen. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Eine &quot;Meistersinger&quot;-Aufführung beginnt um 11 Uhr. </em></p><p><strong>Pereira: </strong>Es ist auch anderswo so gemacht worden; wie ich mich erinnere, wurde in Bayreuth eine große Wagner-Oper ab 11 Uhr und mit langer Mittagspause gespielt. </p><p></p><p><strong>SN:</strong> <em> Aber bei den Sängern ist das offenbar unbeliebt. </em></p><p><strong>Pereira: </strong>Warum gibt es Lieder-Matineen um 11 Uhr vormittags? Dabei ist &quot;Die Winterreise&quot; oder &quot;Die schöne Müllerin&quot; für Sänger viel schwieriger als eine Opernvorstellung. Und das Verdi-Requiem ist oft am Vormittag. 11 Uhr ist ein ganz normaler Termin.</p><p></p><p></p><p> </p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Wed, 12 Dec 2012 11:43:28 +0100</pubDate>
			
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			<title>Nach Absage von Welser-Möst: Pereira sucht Ersatz</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/nach-absage-von-welser-moest-pereira-sucht-ersatz-39316/</link>
			<description>Alexander Pereira, Intendant der Salzburger Festspiele, will sich von der Absage des Dirigats von Franz Welser-Möst beim dreijährigen Mozart-Da-Ponte-Zyklus der Festspiele nicht be...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-12/nach-absage-von-welser-moest-pereira-sucht-ersatz-41-42829283.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Intendant Alexander Pereira. Bild: SN/Kolarik" />Intendant Alexander Pereira. Bild: SN/Kolarik Mit Bedauern hat der Salzburger Festspielintendant Alexander Pereira am Montag auf den Rückzug von Franz Welser-Möst als Dirigent des geplanten Da-Ponte-Zyklus ab kommendem Jahr reagiert. &quot;Wir machen den Zyklus auf alle Fälle&quot;, erklärte Pereira. Er sei momentan auf der Suche nach einem Ersatz, es sei auch möglich, dass &quot;es drei verschiedene Dirigenten gibt&quot;.</p><p>Die vorgebrachten Argumente eines zu engen Spielplankorsetts ließ Pereira in einer Aussendung nicht gelten: &quot;Der wahre Grund für die Absage dürfte sein, dass sich zwei Menschen, die einmal sehr intensiv über viele Jahre zusammengearbeitet haben, auseinandergelebt haben, was ich sehr bedauerlich finde, weil ich gehofft habe, in Salzburg an die positiven Zeiten unserer Zusammenarbeit anschließen zu können.&quot; Welser-Möst war zwischen 1995 und 2008 am Opernhaus Zürich unter Pereira tätig.</p><p>&quot;Es ist für eine Aufführungsserie von &#39;Cosi fan tutte&#39; absolut nicht ungewöhnlich, Vorstellungen mit nur einem Tag Pause zu spielen&quot;, so Pereira. Auch Welser-Möst selbst habe schon entsprechende Aufführungsserien dirigiert. Auch habe man sämtliche Aufführungsdaten persönlich besprochen.</p><p>Ein früherer Premierentermin als der avisierte 21. August 2013 sei allerdings nicht denkbar gewesen: &quot;Welser-Möst bestand mit Nachdruck darauf, die Proben zu dieser Produktion erst am 15.8.2013 zu beginnen. Vorher wollte er unbedingt Urlaub machen. Mein Hinweis, dass wir die Proben schon am 9. oder 10.8.2013 beginnen sollten, wurde von ihm abgelehnt.&quot;</p><p>Ein Fehler sei ihm, Pereira, lediglich bezüglich der Vorstellung am 31. August unterlaufen, die kurzfristig mit 11 Uhr angesetzt wurde. &quot;Wissend, wie heikel solche Terminfragen für Franz Welser-Möst sind, war uns klar, dass wir uns um seine Zustimmung hätten bemühen müssen, unglücklicherweise ist das im letzten Moment doch nicht geschehen.&quot;</p><p>&quot;Andererseits muss ich feststellen, dass es vollständig unproportional ist, dieses Problem, das man mit einem Anruf hätte klären können, und das mittlerweile behoben ist, denn die Vorstellung wurde wieder auf 14.00 Uhr verlegt (dies teilte ich Herrn Welser-Möst auch am Mittwoch letzter Woche mit), zum Anlass nimmt, nicht nur die &#39;Cosi&#39;, sondern auch die noch nicht angekündigten Produktionen der Festspiele 2014 und 2015 zu stornieren&quot;, erklärte Pereira.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Mon, 10 Dec 2012 11:12:41 +0100</pubDate>
			
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			<title>Welser-Möst erteilt Salzburger Festspielen Absage</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/welser-moest-erteilt-salzburger-festspielen-absage-39199/</link>
			<description>Der Dirigent Franz Welser-Möst fühlt sich getäuscht. Jetzt veröffentlichte Termine für &quot;Così fan tutte&quot; bei den Salzburger Festspielen 2013 seien so nicht ausgemacht gewe...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-12/welser-moest-erteilt-salzburger-festspielen-absage-41-44014054.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Franz Welser-Möst schmeißt hin: Er dirigiert keinen Mozart in Salzburg. Die Festspiele brauchen einen neuen Dirigenten. Bild: SN/APA" />Franz Welser-Möst schmeißt hin: Er dirigiert keinen Mozart in Salzburg. Die Festspiele brauchen einen neuen Dirigenten. Bild: SN/APA Dreizehn Jahre lang hat Franz Welser-Möst in Zürich in leitenden Funktionen als &quot;Angestellter&quot; des Intendanten Alexander Pereira gearbeitet. Wenn ihn Pereira jetzt als Intendant der Salzburger Festspiele nach Salzburg verpflichte, sei er aber nicht mehr sein vorgesetzter Chef, sondern &quot;Vertragspartner&quot;. &quot;In Salzburg engagiert er mich zu meinen Bedingungen. Werden die nicht erfüllt, dirigiere ich nicht.&quot; Das sagte Franz Welser-Möst am 1. Juli 2012 der Schweizer Zeitung &quot;Der Sonntag&quot;.</p><p>Aber Franz Welser-Möst wollte in Salzburg dirigieren, von 2013 bis 2015 waren die drei Da-Ponte-Opern von Mozart (&quot;Così fan tutte&quot;, &quot;Don Giovanni&quot;, &quot;Le nozze di Figaro&quot;) fix eingeplant. Jetzt aber ist er völlig überraschend aus dem gesamten Projekt ausgestiegen. In einem ZiB-1-Gespräch gab der Dirigent am Samstag bekannt: &quot;Ich habe vor zwei Tagen die Führung der Salzburger Festspiele gebeten, der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass ich den Da-Ponte-Zyklus niederlege.&quot; </p><p>Die Sorge, die den Musikdirektor der Wiener Staatsoper zu diesem spektakulären Schritt bewogen hat, betrifft die Sänger. Er habe, sagte Welser-Möst, erst &quot;aus dem gedruckten Programm&quot; der Salzburger Festspiele erfahren, dass drei Vorstellungen von &quot;Così fan tutte&quot; &quot;innerhalb von weniger als fünf Tagen angesetzt&quot; seien. Musikalisch sei das für die Sänger &quot;nicht machbar&quot;, erklärte Welser-Möst. Die Premiere ist am 21. August, die zweite Aufführung am 23. August, die dritte am 25. August, einem Sonntag, und dies um 13 Uhr, allgemein zu einer sängerunfreundlichen Zeit. </p><p>Für eine weitere Stellungnahme war der Dirigent am Sonntag nicht erreichbar. Er ließ aber über seine persönliche Pressereferentin mitteilen, die Disposition der Aufführungen sei mit ihm so nicht abgesprochen gewesen. Das habe Konsequenzen für die künstlerische Verantwortung. Diese könne er unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr übernehmen.</p><p>Unklar war am Sonntag, wer diese Disposition zu verantworten hat und warum sie mit dem Dirigenten womöglich nicht oder unzureichend kommuniziert wurde. Denn vonseiten der Salzburger Festspiele gab es keinen Kommentar. Intendant Pereira halte sich im Ausland auf, und die Pressesprecherin sagte, &quot;bis zu einer Lösung des Problems&quot; gebe es keinerlei Stellungnahmen.</p><p>Mit dem Mozart-Projekt will Pereira einen neuen Mozart-Stil in Salzburg begründen. Grundlage dafür ist ein eigenes, über die Jahre zusammenbleibendes Mozart-Ensemble. Die sechs Sänger, die für &quot;Così fan tutte&quot; 2013 verpflichtet sind, bilden dafür eine Basis: Malin Hartelius, Marie-Claude Chappuis, Martina Jankova, Martin Mitterrutzner, Luca Pisaroni und Gerald Finley.</p><p>Als Regisseur versicherte man sich des Salzburger Schauspielchefs Sven-Eric Bechtolf. Er ist ein Lieblingsregisseur von Franz Welser-Möst und hat die Trilogie mit ihm bereits in Zürich einmal herausgebracht. Es wurde mehrfach versichert, dass es in Salzburg aber kein Remake, sondern eine Neuinszenierung der drei Opern geben werde. </p><p>Im eingangs erwähnten &quot;Sonntag&quot;-Interview jedenfalls streute Franz Welser-Möst Alexander Pereira noch Rosen, so wie dieser ihm vom Ensemble &quot;vorgeschwärmt&quot; habe. An den Sängern also scheint es nicht zu liegen, dass nun statt Rosenduft nur noch Dornen zu spüren sind.<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Sat, 08 Dec 2012 21:01:04 +0100</pubDate>
			
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			<title>Auszeichnungen für Salzburger Festspiel-Produktionen</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/auszeichnungen-fuer-salzburger-festspiel-produktionen-27446/</link>
			<description>Die Salzburger Festspiele haben in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift &quot;Theater heute&quot; zu den Höhepunkten der Saison 2011/12 hervorragend abgeschnitten.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-09/41-42091134.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Peter Handkes &amp;#8222;Immer noch Sturm&amp;#8220; wurde zum deutschsprachigen Stück des Jahres gewählt. Bild: SN/APA" />Peter Handkes &#8222;Immer noch Sturm&#8220; wurde zum deutschsprachigen Stück des Jahres gewählt. Bild: SN/APA Inszenierung des Jahres wurde Nicolas Stemanns Interpretation von Goethes &quot;Faust I + II&quot;. Sebastian Rudolph (43) vom koproduzierenden Thalia Theater Hamburg, einer der Hauptdarsteller der Inszenierung, wurde Schauspieler des Jahres, Benjamin von Blomberg Dramaturg des Jahres. Zum deutschsprachigen Stück des Jahres wurde Peter Handkes &quot;Immer noch Sturm&quot; gewählt. Für das in Salzburg uraufgeführte Stück hat Handke bereits den Nestroy-Autorenpreis und den Mülheimer Dramatikerpreis erhalten.</p><p>Die seit 1993 an der Berliner Volksbühne engagierte und erst kürzlich mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnete Oberösterreicherin Sophie Rois (51) ist für ihre Rolle als hintergangene Senffabrikantengattin in Herbert Fritschs Inszenierung des Schwanks &quot;Die (s)panische Fliege&quot; zur Schauspielerin des Jahres gewählt worden. Seine dafür gestaltete Teppich-Trampolin-Landschaft machte den Regisseur Herbert Fritsch zum Bühnenbildner des Jahres, auch die Kostümbildnerin des Jahres, Victoria Behr, kommt aus dieser gefeierten Volksbühnen-Produktion.</p><p>Das Berliner Theater Hebbel am Ufer (HAU) wurde für die Abschiedssaison des Leiters Matthias Lilienthal (52) zum Theater des Jahres gekürt. Zum ausländischen Stück des Jahres wählten die 42 Kritiker &quot;Three Kingdoms&quot; von Simon Stephens. Das Stück war im Juni auch bei den Wiener Festwochen zu sehen.]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Thu, 06 Sep 2012 12:53:05 +0200</pubDate>
			
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			<title>&quot;Festspiele sind  Salzburgern nähergekommen&quot;</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/festspiele-sind-salzburgern-naehergekommen-26869/</link>
			<description>Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die SN-Leserschaft nimmt regen Anteil an den Festspielen - als Besucher und Interessierte. Und sie schätzt das Festival über die Maßen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-09/41-41976385.jpg" width="568" height="318" border="0" alt="Brigitte Hobmeier als Kathrin in &amp;#8222;Meine Bienen. Eine Schneise&amp;#8220;, einem Auftragswerk der Festspiele von Klaus Händl. Bild: SN/Quach/APA" />Brigitte Hobmeier als Kathrin in &#8222;Meine Bienen. Eine Schneise&#8220;, einem Auftragswerk der Festspiele von Klaus Händl. Bild: SN/Quach/APA &quot;Die Salzburger Festspiele sind den Salzburgern unentbehrlich in vieler Hinsicht.&quot; Das sagt SN-Verlagsforscher Hans Paischer nach Auswertung der jüngsten Repräsentativumfrage unter der SN-Leserschaft. Die Salzburger wissen demnach, was sie an den Festspielen haben.</p><p> Zwischen 80 und 100 Prozent der Befragten schätzen die Bedeutung der Festspiele für Tourismus und Wirtschaft hoch ein, aber auch als &quot;kulturelle Bereicherung der Salzburger&quot;. </p><p>Paischers Fazit: &quot;Die Festspiele sind den Salzburgern nähergekommen.&quot; Das zeigt sich auch im Nutzungsverhalten. Immerhin fast jeder fünfte Befragte (18%) gibt an, zumindest eine Aufführung besucht zu haben. Paischer: &quot;Das sind überraschend viele&quot;. 30 Prozent haben Aufführungen mittels Videoleinwand im Rahmen der Siemens-Festspielnächte auf dem Kapitelplatz verfolgt.</p><p> Kalt lässt das Geschehen offenbar kaum jemanden: Sechs von zehn Salzburgern lesen die Festspielberichterstattung in der Zeitung, viele verfolgen Aufführungen im Radio (18%) oder im Fernsehen (45%).</p><p>Und was sie sehen und hören, gefällt offenbar. &quot;Die deutliche Mehrheit sieht die Qualität ungebrochen und unverändert&quot;, sagt Paischer. Jeder Zweite sieht demnach die Qualität im ersten Jahr der Intendanz Alexander Pereiras &quot;auf gleich hohem&quot; Niveau, 16 Prozent sehen sogar noch einen Qualitätsanstieg. Nur sechs Prozent sprechen von einem sinkenden Qualitätsniveau.</p><p> Fragt man nach den Eindrücken vom Wirken des neuen Intendanten, fällt vor allem auf, dass sich eine sehr große Gruppe (37 Prozent) noch kein Urteil gebildet hat. &quot;Allerdings gibt es aber auch kaum wirkliche Skeptiker.&quot; <h2>Gute Noten für Präsidentin</h2>Gefestigt und gut ist das Meinungsbild über Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. &quot;Sie hat sich gegenüber den Umfragen der letzten Jahre noch stark verbessert&quot;, sagt Paischer. Nahezu 60 Prozent der Befragten sind mit ihrer Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden, wobei Rabl-Stadlers Arbeit von Frauen noch weit mehr geschätzt wird. Nicht zufrieden sind nur sieben Prozent. </p><p>]]></content:encoded>
			<category>Kultur</category>
			
			<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 15:30:23 +0200</pubDate>
			
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		</item>
		
		<item>
			<title>Intendant Pereira: &quot;Fühle mich geohrfeigt&quot;</title>
			<link>http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/intendant-pereira-fuehle-mich-geohrfeigt-26779/</link>
			<description>&quot;Ich fühle mich mehr geohrfeigt als ich es verdient habe.&quot; Mit diesen Worten zog der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira am Freitag persönliche Bilanz ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://cdn.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-08/41-41958673.jpg" width="568" height="319" border="0" alt="Festspielintendant Alexander Pereira bei der Abschluss Pressekonferenz der Salzburger Festspiele.&amp;#8197;Bild: SN" />Festspielintendant Alexander Pereira bei der Abschluss Pressekonferenz der Salzburger Festspiele.&#8197;Bild: SN &quot;Aber ich habe in Zürich besonders am Ende derart viele Streicheleinheiten bekommen, dass es fast schon zu viel war. Es gibt eben solche und solche Zeiten&quot;, so Pereira, der beklagte, dass er in Salzburg immer nur über Zahlen reden müsse. &quot;Ich habe hier nie jemanden getroffen, der mit mir über Kunst reden wollte&quot;, sagte der Intendant, der besonders vor Beginn der Festspiele wochenlang in einen Konflikt mit dem Festspielkuratorium verwickelt war.</p><p>Zur auf 90 Prozent gesunkenen Auslastung ergänzten Pereira und Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, dass die Karteneinnahmen mit über 28 Mio. Euro um 1,5 Mio. Euro über dem Budget liegen würden. &quot;Rechnet man Pfingsten und den Festspielball dazu, dann kommen wir sogar auf über 30 Mio. Euro an der Kartenkasse&quot;, so Pereira.</p><p>Ein Grund für den Kassenerfolg der Festspiele 2012 war laut Pereira das Zurückschrauben von Gratiskarten. Als Beleg dafür verglich der Intendant die Auslastung der Erfolgsoper 2011, &quot;Die Sache Makropulos&quot;, mit den &quot;Soldaten&quot; von 2012: &quot;In beiden modernen Opern waren 93 Prozent der Sitze besetzt. Aber die Werte-Auslastung, also das Geld, das durch den Kartenverkauf direkt hereinkommt, war bei den &#39;Soldaten mit 80 Prozent deutlich höher. Im Vorjahr wurden für die Janacek-Oper nur 67 Prozent der Karten auch wirklich verkauft.&quot;</p><p>Ein wenig stachelig gab sich auch Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf, der in diesem Sommer besonders viele negative Kritiken vor allem des deutschen Feuilleton einstecken musste. &quot;Ich will ja lernen von der Kritik, Qualitäts-Kritik ist wichtig. Aber heuer waren die Texte derart heterogen und widersprüchlich, dass ich nach dem Lesen der 20. Kritik aufgegeben habe. Hauptsächlich bekam ich nämlich bloß apodiktische Geschmacksäußerungen zu lesen. Mit meinem undogmatischen Schauspielprogramm habe ich heuer die Presse gespalten und das Publikum geeint&quot;, sagte Bechtolf.</p><p>Pereira kündigte an, in Zukunft für &quot;Wiederaufnahmen offen&quot; zu sein. Zumindest dann, wenn im darauffolgenden Jahr dieselben Dirigenten und Regisseure zu Verfügung stehen. &quot;Das war bei Thielemanns &#39;Frau ohne Schatten&#39; aus dem Vorjahr genauso wenig der Fall wie bei der heurigen &#39;Zauberflöte&#39;. Die &#39;Soldaten&#39; gehen nach Mailand und die &#39;Ariadne&#39; geht nach Wien. Die &#39;Boheme&#39; lasse ich fallen, weil mir das Verdi- und Wagner-Jahr 2013 besonders wichtig ist. Aber zum Beispiel beim 2013 beginnenden Da Ponte-Zyklus von Bechtolf und Franz Welser-Möst, der in Salzburg logischerweise nach der &#39;Zauberflöte&#39; kommen muss, sind Wiederaufnahmen in den Folgejahren durchaus denkbar.&quot;</p><p>Das Pressebüro der Festspiele berichtete von 614 akkreditierten Journalisten aus 37 Ländern. Elf szenische Produktionen wurden audiovisuell aufgezeichnet und von neun Fernsehsender insgesamt 27 mal ausgestrahlt. Das Gesamtbudget der Salzburger Festspiele betrug heuer 57 Mio. Euro und soll 2013 auf 60 Mio. Euro erhöht werden.</p><p>Der 64-jährige Wiener Pereira kam aus Zürich, wo er bis unmittelbar vor seinen ersten Salzburger Festspielsommer parallel als Intendant die Verantwortung trug. In Salzburg versuchte er ein Festival-Flaggschiff zu steuern, das seit 92 Jahren fast von selbst läuft und doch einen guten Kapitän braucht. Der war Pereira nur bedingt.</p><p>Die Medien-Schelte, die Pereira nach seinem ersten Sommer einstecken musste, sucht ihresgleichen. Aber auch Pereiras Vorgänger haben nur mit Wasser gekocht. Opern sind exemplarisch geglückt oder grandios daneben gegangen. Auch der vielgerühmte Markus Hinterhäuser hat nur mit &quot;Vek Makropulos&quot; uneingeschränkt positiv reüssiert und an anderer Stelle bloß Durchschnitt präsentieren können. Theater, Oper und Konzerte haben heuer genau wie in den vergangenen Jahren berührt und begeistert oder wurden von der Kritik zerpflückt und berechtigterweise in Grund und Boden geschrieben. Auch Jürgen Flimm, Peter Ruzicka oder Gerard Mortier haben neben großartigen Ereignissen auch zum Sterben Langweiliges auf die Bühne gebracht. Und doch, Pereira hat den Festspielen eine andere, seit Karajan verpönte und nach wie vor wenig sympathische Schlagseite verliehen.</p><p>Pereiras Festspielen klebte die Diskussion über Länge, Dichte, Geld und Glamour lästiger an den Fersen als jedem seiner Vorgänger seit Karajan. Wochenlang beherrschte der Konflikt Pereiras mit dem Festspielkuratorium die Schlagzeilen. In diesem ebenso ungeschickten wie vermeidbarer Diskurs, wurde zwar am Ende ein Kompromiss gefunden. Aber viele Chancen, öffentlich und explizit über Kunst zur reden, waren damit vertan. Künstlerische Inhalte blieben in den Wochen vor dem Festival noch deutlicher auf der Strecke als es in Salzburg ohnehin üblich ist.</p><p>Während Hinterhäuser seine Reihen &quot;Kontinent...&quot; und &quot;Szenen&quot; bei jedem Interview und bei jeder Pressekonferenz in den Vordergrund schob, Zusammenhänge und Konzepte erläuterte und damit inhaltlich Werbung betrieb, schien heuer überwiegend von Länge, Dichte, Geld und Festspielball die Rede. Die Folge: Obwohl die Kammermusiker, Ensembles, Quartette, Trios und kleinen Orchester ohne Zweifel gleichwertig gut spielten, wirkten die Programme beliebiger weil unerklärt. Und die Säle blieben teilweise besorgniserregend schlecht besetzt. Das vom Konzert weitgehend abgezogene und schmerzlich fehlende Schlaglicht der Aufmerksamkeit degradierte vieles zum bloßen Programm-Füllmaterial.</p><p>Dazu kommt: Die Menge an Programmen förderte keinesfalls das Gefühl, dabei sein zu müssen. Stattdessen überwog der Eindruck, es sei egal, ein Stück gesehen oder verpasst zu haben. In der Oper kamen die &quot;Ariadne&quot; und &quot;Die Soldaten&quot; dem Flair des Besonderen am nächsten. Aber das war&#39;s dann auch.</p><p>Pereiras Exklusivitätsanspruch ist ebenfalls nicht aufgegangen. Von Anfang an hat sich gezeigt, dass die &quot;alten&quot; Inszenierungen der &quot;Carmen&quot; und des &quot;Giulio Cesare&quot; besonders gefragt waren. Dem Opernfan scheint eine überzeugende Inszenierung wichtiger als der Anspruch, der erste zu sein. Im Schauspiel waren exemplarisch wirksame Inszenierungen noch seltener. Alles in allem hatte der Salzburger Festspielsommer 2012 kaum ein zwingendes &quot;Must have&quot; zu bieten.</p><p>Bleibt Pereiras Verdienst, viel zusätzliches Geld aufgetrieben und die Festspiele um die inhaltlich sinnstiftende &quot;Ouverture spiritulle&quot; verlängert zu haben. Das werden ihm wohl nicht nur die Anhänger geistlicher Musik, sondern auch Wirte, Hoteliers und andere Geschäftsleute danken. Die Salzburger Festspiele waren seit ihrer Gründung zwangsläufig nicht nur Festival herausragender Kultur, sondern zugleich auch Wirtschaftsunternehmen. In der öffentlichen Wahrnehmung sind sie im ersten Jahr Alexander Pereira noch um eine Spur mehr zum Wirtschaftsunternehmen geworden, das seine Umsätze halt mit Kultur erzielt - des Kaufmanns neue Festspiele.]]></content:encoded>
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			<pubDate>Fri, 31 Aug 2012 14:53:17 +0200</pubDate>
			
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