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Arge Daten startet Initiative "Datenauskunft"

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Die Vorratsdatenspeicherung ist seit 1. April in Kraft, aber wer speichert jetzt tatsächlich was? Die Datenschützer von Arge Daten haben für Konsumenten einen Musterbrief erstellt, um beim Anbieter nachzufragen.

Arge Daten startet Initiative "Datenauskunft"

Welche Daten werden gespeichert? Über den Musterbrief der Arge Daten können Konsumenten nachfragen.  Bild: SN/www.BilderBox.com

Vielen Konsumenten ist nach der Einführung der Vorratsdatenspeicherung nicht klar, was vom eigenen Anbieter eigentlich gespeichert wird und an wen die Informationen weitergeben werden. Um diese Auskunft beim Telefon- oder Internetanbieter einzuholen, hat Arge Daten einen Musterbrief erstellt. Da nicht alle Anbieter speicherpflichtig sind, haben die Datenschützer auch Listen mit den vermutlich speicherpflichtigen Anbietern angelegt. Obmann Hans Zeger dazu in einer Aussendung: "Es handelt sich um eine erste, inoffizielle Liste, die auf Basis unserer Recherchen erstellt wurde. Sie ist leider noch nicht vollständig und wir können auch nicht ausschließen, einzelne Unternehmen irrtümlich aufgenommen zu haben. Fehler werden jedoch unverzüglich korrigiert."

Wer sich grundsätzlich gegen die Vorratsdatenspeicherung stark machen will, kann sich noch bis Mitte Mai als Mitkläger der Verfassungsbeschwerde des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung (AKVorrat) registrieren. Das Ziel der Beschwerde ist, dass der Verfassungsgerichtshof die österreichische Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung für verfassungswidrig erklärt und damit aufhebt. Noch vor der Verfassungsbeschwerde hat AKVorrat eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen, die mittlerweile von über 100.000 Österreichern unterzeichnet wurde.

 
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