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Weniger Fleisch: Gut für die Figur und gut fürs Klima

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Nach den üppigen Feiertagen wollen viele Menschen etwas abspecken. Zum Speck sagt "die umweltberatung": Öfter Fleisch vom Speiseplan zu streichen spart enorm viel Kohlendioxid.

Weniger Fleisch: Gut für die Figur und gut fürs Klima

Das große Thema Abnehmen. Symbolbild: SN Bild: SN

Die österreichische Umweltagentur "die umweltberatung" empfiehlt für das Jahr 2013: "Werden Sie zum Flexitarier. Das ist nicht nur kalorienarm und vitaminreich, sondern auch gut fürs Klima." Flexitarier sind Menschen, die sich weitgehend pflanzlich ernähren, aber dennoch hin und wieder Fleisch, möglichst aus nachhaltiger Aufzucht, essen.

Tatsächlich sprechen einige Zahlen dafür, mehr Obst und Gemüse aus heimischem Landbau zu essen. Michaela Knieli, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung", erklärt: "Bei der Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch entstehen bis zu 13 Kilogramm Treibhausgase, die Produktion von einem Kilogramm Tofu erzeugt nur ein Kilogramm Treibhausgase. Der Grund dafür ist, dass für die Herstellung von einer Kalorie Fleisch durchschnittlich sieben Kalorien Pflanzen benötigt werden." Der durchschnittliche österreichische Rindfleischverbrauch pro Person und Jahr entspreche einer Autoreise von 5000 Kilometern.

Die Herstellung für eine Kalorie Fleisch

Zum Vergleich: Für die Herstellung von einer Kalorie Fleisch werden durchschnittlich sieben Kalorien von Pflanzen benötigt. Für eine Kilokalorie Rindfleisch werden ungefähr etwa zehn Kilokalorien an Getreide verfüttert. Für eine Kilokalorie Milch benötigt man fünf Kilokalorien von Pflanzen, für eine Kilokalorie Hühnerfleisch oder eine Kilokalorie Eier vier Kilokalorien. Für eine Kilokalorie Schweinefleisch braucht man drei Kilokalorien.

Knieli: "Mit einer gemüsereichen Kost, viel Obst, viel Getreide, wenig Fleisch sowie der Umstellung auf Biolebensmittel könnte man bereits 40 Prozent der durch Ernährung verursachten CO2-Äquivalente einsparen."

Als CO2-Äquivalent bezeichnet man das Treibhauspotenzial verschiedener Gase wie Lachgas oder Methan. Es vergleicht die Treibhauswirkung des entsprechenden Treibhausgases mit der eines Moleküls CO2 über einen Wirkungszeitraum von 100 Jahren. Zudem sei Bio besser - jedenfalls in klimatechnischer Hinsicht, wie eine aktuelle Studie gezeigt habe, die 18 ökologische und zehn konventionelle Pflanzenbaubetriebe aus Bayern verglichen habe, sagt die Expertin.

Biobetriebe erzeugen weniger Treibhausgas

Es zeigte sich, dass Biobetriebe, bezogen auf die Endprodukte, nur 25 Prozent der Menge an Treibhausgasen von konventionellen Betrieben erzeugen. Bezogen auf die Fläche erzeugen Biobetriebe 67 Prozent der Treibhausgase von konventionellen Betrieben. Knieli: "Der Biolandbau verzichtet konsequent auf den Einsatz von synthetischen Mineraldüngern und setzt stattdessen auf organische Dünger wie Kompost oder Mist." Die Biolandwirtschaft in Österreich erspare der Umwelt jährlich 200.000 Tonnen an synthetischen Düngemitteln. Beträchtliche Mengen an Kohlendioxidverursachern würden dadurch vermieden. Übrigens stamme Tofu heute aus heimischem gentechnikfreien Anbau, sagt Knieli. Wegen des hohen Eiweißanteils sei er tierischem Eiweiß fast ebenbürtig.

 
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