Im Schatten der Loferer Steinberge
Von | 27.12.2012 - 16:24

„Pinzgauer Dom“ im Hochtal. Bild: SN/WOLFGANG TONIS
Wieder einmal lockt das Loferer Becken. Diesmal aber nicht mit der in der oberen Etage gelegenen Loferer Alm, die mit einem feinen Familienskigebiet und einer Höhenloipe aufwarten kann. Vielmehr mit der Abgeschiedenheit und Stille von Maria Kirchental im Hochtal oberhalb von St. Martin. Mag sein, dass der Eindruck der Entlegenheit im Winter noch verstärkt wird, da kein Sonnenstrahl diesen Winkel trifft. Und es überrascht, umrahmt von der Felskulisse der Loferer Steinberge einen Barockbau von Johann Bernhard Fischer von Erlach vorzufinden. Seit dem frühen 18. Jhdt. kommen die Pilger zu dieser prachtvollen Kirche. Die Wallfahrt zog nicht nur Salzburger Pilger an, wie die bedeutende Votivtafelsammlung zeigt. Die von St. Martin ausgehende Zufahrtstraße führt in knapp einer Gehstunde ins Hochtal zur Wallfahrtskirche hinauf, die mit den umgebenden Gebäuden eine bemerkenswerte Harmonie ausstrahlt. Noch etwas gehörte auch schon um 1900 zu einem Kirchental-Besuch im Winter: das "Bocker-reiten", auf kleinen Holzrodeln ins Tal abzufahren. Wer möchte kann beim Kirchentalwirt verschnaufen, bevor es wieder talwärts geht.
Bus: Linie 260.
GZ/HU: 1 ¾ Std./250 Hm.
Karte: f & b WK 104.
Info: www.lofer.com, www.postbus.at/sbg
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