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Einsam. Einsamer. Hagengebirge.

Von | 18.07.2012 - 16:38

Wanderer sind in der Vorderschlum selten, grandiose Natureindrücke gibt es umso mehr

Einsam. Einsamer. Hagengebirge.

Der Vorderschlumsee. Bild: SN/CHRISTIAN HEUGL

Das Hagengebirge ist der einsamste Gebirgsstock im Salzburger Land, langweilig wird es trotzdem nie. Ein spektakuläres Erlebnis löst das nächste ab: eine Riesenquelle zu Beginn und eine "fließende Wand" kurz vor der atemberaubenden Treppenkonstruktion, dann der "bewegte" Kratersee, in dem sich Millionen Kaulquappen tummeln, und schließlich der Rückweg über abenteuerliche Felssteige. Ein großes Danke dem Halleiner Alpenverein, der für die aufwendige Betreuung der Steige zuständig ist. Die Wanderung beginnt beim Gasthof Bärenhütte am Ende des Bluntautals. Am ostseitigen Bachufer geht es in einer halben Stunde zum gewaltigen Quelltopf, danach bleibt es durchgehend steil. An der uneinsehbaren Bärenhöhle vorbei führt der Steig zum "kalten Wasser" (878 m) und bald danach über eine hölzerne Treppenanlage über die Felsen. Bei einer Weggabelung geht es links Richtung Seealm hinab zum derzeit gut gefüllten, periodischen Vorderschlumsee (1100 m). Einzigartig ist die Krötenwanderung über einige Hundert Höhenmeter exakt an diesen Laichplatz. Der Weg 454 A steigt 400 Höhenmeter nach Vorderschlum, dort dann nach rechts (Weg 454) retour zur Bärenhütte.

Mehr Touren finden Sie im Salzburger Wandertourenbuch.

Anfahrt: über die A10 oder B159 nach Golling und weiter in das Bluntautal zum Gasthof Bärenhütte. Zufahrt an Sa., So. und Feiertagen vor 10 Uhr.

GZ, HU: 6 Std, 1150 Hm (8,5 km)

Karte: f&b WK 392, ÖK 94

Vorsicht bei Nässe! Anspruchsvoll!

Der Autor ist Wanderer und
Buchautor.

 
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