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Erfrischendes Leogang

Von | 19.07.2013 - 10:07

Von Leogang zu einem "Minigletscher" und weiter zum eiskalten Birnbachloch.

Erfrischendes Leogang

Die Hängebrücke vor dem „Birnhorngletscher“.  Bild: SN/sn

Die Münchener Brauereibesitzer hätten heuer mit dem "Birnhorngletscher" bei Leogang ihre helle Freude, denn mit so viel Lawinenschnee ist das Kar unter der gewaltigen Südwand selten gefüllt. Zwischen 1884 und 1900 wurden die Eisblöcke in den Sommermonaten über eine 1600 Meter lange Holzrutsche ins Tal und per Eisenbahn nach München befördert. Die Bierbrauer hatten ihr Eis und bis zu 100 Leoganger eine Arbeit. Beinahe noch spektakulärer als der Sommerfirn ist aber das Birnbachloch (1350 m), ein gewaltiger Karstquelltopf ganz in der Nähe. Der Ausgangspunkt zu diesen beiden Naturereignissen ist der Parkplatz im Leoganger Ortsteil Sonnrain. Von hier an der Feuerwehr und dem Kindergarten vorbei auf einem der drei Wege (der kürzeste ist der Weg 9c) nach Priesteregg. Weiter geht es mit dem Waldweg Nr. 10 (Birnbachloch). Nach der spektakulären Holzhängebrücke wird der Steig alpiner, zur vier Grad Celsius kalten Quelle sind es noch schweißtreibende 45 Minuten. Wieder zurück bei der Hängebrücke bleibt der Abstieg nun auf der linken Grabenseite und folgt zunächst der Richtung Ullachtal. Bei einem Parkplatz führt der Weg rechts nach Priestegg und von dort retour nach Leogang.

Anfahrt: auf der B311 nach Saalfelden und 7 km nach Leogang. Im Ortszentrum nach rechts Richtung Sonnrain über die Leoganger Ache. Parkplatz vor der Feuerwehr. Bahn ab Sbg.

Ges.: 3,5 Std., 600 Hm, 7 km.

Karte: f&b 101 ÖK 3215.

Der Autor ist Wanderer und Buchautor.

 
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