Keine Feuerpause in Syrien
Von Apa/dpa/ag. | 28.03.2012 - 22:00

Zustimmung zu Annan-Plan offenbar nur formal.
Deserteure der Freien Syrischen Armee töteten diesen Angaben zufolge auch einen General der Luftwaffe aus dem Hinterhalt. Sie lauerten Khalif al-Abdullah vor dessen Haus in der Provinz Aleppo auf. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, vier "Terroristen" seien an dem Attentat auf den General beteiligt gewesen.
Die Vereinten Nationen hatten am Dienstag bestätigt, dass die syrische Regierung den von Annan vorgelegten Sechs-Punkte-Plan für Frieden in Syrien akzeptiert habe. Er sieht unter anderem die Freilassung aller politischen Gefangenen und eine von der UNO überwachte Waffenruhe vor. Annan ist der gemeinsame Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga. Eine Ankündigung aus Teheran, wonach er in der kommenden Woche auch den Iran besuchen werde, wurde von seinem Sprecher zurückgewiesen.
Die staatlichen syrischen Medien betonten unterdessen, bisher habe nur die Regierung den Annan-Plan angenommen, die Opposition aber nicht. Die Oppositionsgruppen, deren wichtigste Vertreter sich in Istanbul versammelt hatten, erklärten am späten Dienstagabend: "Wenn es das Regime ernst meint, dann müssten morgen schon die Panzer aus den Straßen verschwinden und die politischen Gefangenen freigelassen werden, doch dies wird nicht geschehen."
Der türkische Ministerpräsident Erdogan hält die Zustimmung des syrischen Regimes zu Annans Friedensplan für ein taktisches Manöver. Assad habe bisher alle Versprechen und Reformzusagen gebrochen, zitierten ihn türkische Medien am Mittwoch. Assad versuche, vor dem Treffen der Kontaktgruppe der Freunde Syriens am Sonntag in Istanbul Zeit zu gewinnen.
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