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Töten in Syriens Protesthochburg Homs geht weiter

Von Apa/dpa | 10.02.2012 - 06:16

In der syrischen Stadt Homs bahnt sich nach sechstägigem Dauerbeschuss eine humanitäre Katastrophe an. Landesweit seien am Donnerstag mindestens 126 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden.

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Gewalt in Syrien nimmt seit Tagen kein Ende. Bild: SN/AP/dapd
Ein zehnjähriger Bub wird zu Grabe getragen. Bild: SN/ap/dapd
Ein verletzter Regimegegner in einem Krankenhaus. Bild: SN/ap/dapd
Ein verletzter Regimegegner. Bild: SN/ap/dapd
Rebellen bringen einen Verletzten in Sicherheit. Bild: SN/ap/dapd
Ein Regimegegner bringt sich in Sicherheit. Bild: SN/ap/dapd
Zerstörte Häuser in der Stadt Homs. Bild: SN/epa
Ein zerstörtes Gebäude der syrischen Regierung. Bild: SN/ap/dapd
Ein Regierungsgegner in Homs. Bild: SN/ap/dapd


Die Stadt ist umzingelt; Armeeposten kontrollieren alle Zugangsstraßen. Seit zehn Tagen konnten keine Lebensmittel mehr in die Stadt geliefert werden. Essen und Medikamente werden knapp. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gehen auch die Heizölvorräte zur Neige. In ganz Homs gibt es nach Angaben von Aktivisten nur noch drei Ärzte, einer wurde durch Granatenbeschuss verletzt.
US-Präsident Obama sagte nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti am Donnerstag in Washington, beide Länder hätten großes Interesse daran, das "abscheuliche Blutvergießen" in Syrien zu beenden. Die USA und Italien seien sich einig, die jetzige Regierung in Damaskus, die "ihr Volk angreift", müsse ersetzt werden.
Seit Beginn der Offensive auf die Protest-Hochburg am 4. Februar wurden laut der Beobachtungsstelle hunderte Zivilisten getötet. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bestätigte den Tod von etwa 250 mehrheitlich unbewaffneten Zivilisten und warnte vor einer "schweren humanitären Krise" in der Stadt.
Trotz der brutalen Niederschlagung der Proteste riefen Aktivisten für Freitag zu neuen Massendemonstrationen auf, die sich diesmal gegen das russische Veto gegen eine UN-Resolution zur Verurteilung der Gewalt richten sollen.
Nach dem Veto Russlands und Chinas im UN-Sicherheitsrat am Samstag ergriffen mehrere Länder eigene Maßnahmen, um den Druck auf die syrische Regierung zu erhöhen. Deutschland wies am Donnerstag vier Mitarbeiter der syrischen Botschaft in Berlin aus, nachdem zuvor zwei mutmaßliche syrische Spione festgenommen worden waren. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte, Russland müsse der "Realität" ins Auge sehen und erkennen, was in Syrien vor sich gehe. Sie äußerte Enttäuschung über die Ablehnung der Resolution.

 
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