Gefechte und Razzien in Damaskus
Von Apa/dpa/ag. | 15.07.2012 - 22:30

Weiterhin Gefechte in Damaskus. Bild: SN/apa (epa)
Es seien Schüsse schwerer Waffen zu hören und gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. Über der Gegend steige Rauch auf, hieß es. Am Sonntagabend teilten Oppositionelle mit, die Kämpfe hätten sich auf einen zweiten Bezirk ausgeweitet. Die Kämpfe fänden auch in al-Lawan am südwestlichen Rand der Metropole und Machtbasis von Präsident Assad statt, sagte ein Regierungsgegner per Internet-Telefon Skype. Hunderte Rebellen würden sich Gefechte mit den Regierungstruppen liefern. Diese hätten die Zufahrt zum Flughafen abgeriegelt und würden versuchen, die Kämpfer einzukreisen.
Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London meldete, am Sonntag seien landesweit mehr als 60 Menschen getötet worden, darunter 37 Zivilisten. Die meisten Opfer habe es in der Provinz Homs gegeben. Am Samstag wurden demnach 133 Menschen getötet, darunter 77 Zivilisten.
Der Angriff in der Kleinstadt Tremseh am Donnerstag hat nach Einschätzung der UNO-Beobachter gezielt syrischen Aufständischen und Oppositionellen gegolten. Allem Anschein nach seien vor allem Häuser von "Deserteuren und Aktivisten" attackiert worden, erklärte eine UN-Sprecherin am Samstag nach einem Besuch von Beobachtern in Tremseh. Die syrische Regierung wies den Vorwurf zurück, dort Panzer, Artillerie und Helikopter eingesetzt zu haben. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle gab jedoch Assad die Schuld an dem Massaker.
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