Heftige Gefechte in syrischer Hauptstadt Damaskus
Von Apa/dpa | 17.07.2012 - 22:17

Brennendes Auto in der Hauptstadt Damaskus. Bild: SN/apa (epa/shaam news network)
Die Rebellen erklärten, die Armee habe zwar mehrere Viertel der Stadt umstellt, diese jedoch nicht erobern können. Sie sprachen von den schwersten Kämpfen im Machtzentrum von Präsident Assad seit dem Beginn des Aufstandes vor 17 Monaten.
Die syrische Regierung, die bisher zu den Kämpfen in Damaskus geschwiegen hatte, bestätigte diese am Dienstag. Die Sicherheitskräfte hätten Kämpfer gestellt, die in die Hauptstadt eingedrungen seien, sagte Informationsminister Soabi. Einige von ihnen seien geflohen, andere hätten sich ergeben.
Aufständische berichteten, im Stadtviertel Tadamon seien Raketen und Artilleriegeschosse eingeschlagen. Die Armee setze auch Kampfhubschrauber ein. In Midan seien Scharfschützen auf den Dächern in Stellung gegangen. Auf Videos im Internet waren Männer in Jeans mit Granatwerfern zu sehen sowie brennende Reifen und Rauchsäulen über der Stadt. "Überall sind Soldaten. Ich kann Rettungswagen hören", sagte ein Bewohner. Man fühle sich wie im Krieg. Im Stadtbezirk Kabun sei dabei auch ein Hubschrauber der Armee abgeschossen worden. Nach Angaben von Regimegegnern kamen am Dienstag im ganzen Land mehr als 40 Menschen bei Kämpfen ums Leben, davon 14 Soldaten der Regierungstruppen.
Die diplomatischen Bemühungen des UNO-Gesandten Annan um eine einheitliche Position gegenüber der syrischen Regierung haben in Moskau erwartungsgemäß keinen Durchbruch gebracht. Er hoffe, dass die Diskussionen fortgesetzt würden und dass eine gemeinsame Sprache gefunden werde, um in dieser kritischen Angelegenheit voranzukommen, sagte Annan nach seinem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Putin. Der Sicherheitsrat müsse deutlich machen, dass die Lage in Syrien "inakzeptabel" sei, betonte der frühere UNO-Generalsekretär.
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