UNO-Beobachter in Syrien nehmen Arbeit auf
Von Apa/dpa/ag. | 16.04.2012 - 18:50

UNO-Beobachter in Syrien eingetroffen. Bild: SN/apa (epa)
Auf das erste Vorausteam unter Leitung des marokkanischen Obersten Ahmed Himmiche sollen später noch etwa 25 weitere Beobachter folgen. Insgesamt wollen die Vereinten Nationen 260 Militärbeobachter schicken. Beides ist Teil des Sechs-Punkte-Plans des Sondergesandten Kofi Annan, den sowohl die Regierung als auch die Opposition akzeptiert hatte. Zunächst war die Rede von sechs Beobachtern gewesen. Hmeish erklärte jedoch, zusammen mit ihm seien lediglich vier weitere Militärs in Damaskus eingetroffen. Sie stammen unter anderem aus Finnland, Indien und den Niederlanden.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete unterdessen am Montag von heftigen Gefechten zwischen Deserteuren und Soldaten in der Stadt Idlib im Nordwesten des Landes. In Hama seien zwei Zivilisten beim Beschuss ihres Autos getötet worden. Die Armee habe zudem ihren Granatenbeschuss der Stadtteile Chaldije und Bajada in der Rebellenhochburg Homs fortgesetzt. Nach Angaben der Beobachtungsstelle sind derzeit aber weiterhin 30 Prozent der im Zentrum des Landes gelegenen Großstadt unter Kontrolle der Aufständischen.
In Syrien haben nach Einschätzung einer Kommission der Vereinten Nationen auch die Regierungsgegner Menschenrechtsverletzungen begangen. Eine Untersuchungskommission, die vom UNO-Menschenrechtsrat eingesetzt wurde, verwies am Montag in Genf insbesondere auf "außergerichtliche Tötungen" von Soldaten, die bei Gefechten mit den Rebellen gefangen genommen wurden.
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