Dutzende Tote in Syrien trotz UN-Beobachter
Von Apa/dpa | 16.05.2012 - 09:38

189 UN-Beobachter befinden sich derzeit in Syrien. Bild: SN/apa (epa)
Gegner des Regimes von Präsident Assad meldeten am Mittwoch, die meisten Toten habe es am Vortag in der Provinz Idlib und in der Nähe der Stadt Hama gegeben, wo sich jeweils mehrere Angehörige der UN-Beobachtermission aufgehalten hatten. In der Nacht zum Mittwoch wurde nach Angaben der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter ein Lager für Vertriebene in der Stadt Deraa von Schüssen getroffen. Dort sollen vier Menschen getötet worden sein.
Nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabiya ist die Zahl der unbewaffneten Militärbeobachter, die im Auftrag der Vereinten Nationen in Syrien eine Waffenruhe überwachen sollen, inzwischen auf 189 angewachsen. Die Beobachter kommen laut Al-Arabiya aus 35 Staaten, mit größeren Kontingenten aus Russland, China, Jordanien und dem Jemen.
Die syrische Nachrichtenagentur Sana meldete unterdessen die Festnahme von drei "Terroristen", deren "Geständnisse" das staatliche Fernsehen ausgestrahlt hatte. Zwei der Festgenommenen stammen angeblich aus Tunesien, einer aus Libyen. Sie sollen in Koordination mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida und den Deserteuren der Freien Syrischen Armee über die Türkei illegal nach Syrien eingedrungen sein, um gegen das Regime zu kämpfen.
Mitteilungen
