Mindestens zwölf Tote bei neuen Kämpfen in Syrien
Von Apa/dpa | 14.06.2012 - 14:47

Dramatische Eskalation der Gewalt. Bild: SN/apa (epa)
In der zentralen Provinz Homs seien bei Gefechten zwischen Aufständischen und Einheiten des Regimes sechs Zivilisten und ein Rebellenkämpfer ums Leben gekommen. In der Protesthochburg Al-Rastan sei der lokale Rebellenführer Ahmed Bahbuh bei Angriffen getötet worden. Es habe auch viele Verletzte gegeben, teilte das Beobachtungszentrum mit. Nach Angaben der Opposition setzte die Regierung Hubschrauber ein, die Kampfeinsätze in der Region flogen.
In der südlichen Provinz Daraa seien bei Angriffen der Regierungstruppen vor Morgengrauen fünf Menschen getötet worden, vier davon in der Region Tarik al-Sad. In der nordwestlichen Stadt Idlib wurde an einem Kontrollposten der Armee eine Autobombe gezündet. Dabei habe es Opfer unter den Soldaten gegeben, teilte das Beobachtungszentrum weiter mit, ohne weitere Details zu nennen.
Amnesty International hat indes neue Beweise für die dramatische Eskalation der Gewalt in Syrien vorgelegt. Der Bericht zeige, dass die syrischen Regierungstruppen und regimetreue Milizen für schwere Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich seien, teilte die Organisation am Donnerstag in London mit.
Für den Bericht haben Amnesty-Mitarbeiter von Mitte April bis Mitte Mai 23 Städte und Dörfer im Nordwesten Syriens besucht und dabei mehr als 200 Interviews mit Angehörigen geführt. Familien hätten Amnesty beschrieben, wie Verwandte verschleppt und von Soldaten erschossen worden seien. In manchen Fällen seien die Toten angezündet worden. Zudem hätten Soldaten und Shabiha-Milizen Häuser in Brand gesteckt, heißt es im Bericht weiter.
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