320 Leichen gefunden: Massaker bei Damaskus
Von Sn, Apa/afp | 26.08.2012 - 13:13

Wieder ein Blutbad in Syrien. Symbolbild: SN/EPA
Laut den syrischen Rebellen wurden viele Opfer bei Massenhinrichtungen getötet und die Leichen dann verbrannt. Die Armee habe Daraya zunächst abgeriegelt und dann mit schweren Waffen und Kampfflugzeugen unter Beschuss genommen, sagte ein Oppositionssprecher. Später seien die "Mörderbanden" der regierungstreuen Shabiha-Miliz in die Stadt eingedrungen und hätten Massenhinrichtungen verübt. Die Leichen seien zerstückelt und in Brand gesetzt worden. In einem von der Opposition verbreiteten Video waren zahlreiche verkohlte Leichen zu sehen, die in einer Moschee entlang der Wände übereinandergelegt waren.
Präsident Assad zeigte sich unbeeindruckt und demonstrierte erneut seine Entschlossenheit im Kampf gegen die Regierungsgegner im eigenen Land. Seine Regierung werde "um jeden Preis" das gegen sein Land geführte "ausländische Komplott" bezwingen, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Sana am Sonntag. "Das syrische Volk wird nicht zulassen, dass es dem Komplott gelingen wird, seine Ziele zu erreichen."
Der Konflikt in Syrien richte sich nicht gegen sein Land allein, sondern gegen die "gesamte Region", denn Syrien sei einer ihrer Eckpfeiler, sagte Assad den Angaben zufolge weiter. Syrien werde seine "Strategie des Widerstands" fortsetzen.
Erstmals soll sich indes ein Armeekommandant aus Syrien abgesetzt haben, der größere Kampfverbände befehligt hatte. Jordanische Medien meldeten, General Mohammed Mussa al-Khairat habe am Samstag die Grenze überquert. Jordanien hat die internationale Gemeinschaft um verstärkte Hilfe für die rund 160.000 syrischen Flüchtlinge im Land gebeten. Informationsminister Samih Maajtah erklärte am Sonntag, derzeit erreichten mehr als 2.000 Flüchtlinge aus Syrien pro Tag Jordanien.
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