Taktik der Judoka Drexler: "Nur nicht verkopfen"
Von Apa | 30.07.2012 - 10:55

Drexler verspürt vor Olympia-Auftritt keinen Druck. Bild: SN/apa (rubra)
Doch Drexler hat in den vergangenen 15 Monaten mit EM-Bronze und Topplatzierungen bereits eigene Fußstapfen hinterlassen. Die Auftaktniederlage bei den Kontinentaltitelkämpfen in diesem Jahr hat Drexler länger beschäftigt.
"Das Selbstvertrauen war weg, aber dann hatte ich zwei starke Turniere und es wandelte sich wieder", erzählte die Wienerin. Ende Mai beim Grand Slam in Moskau und zwei Wochen später beim Weltcup in Tallinn wurde sie jeweils Dritte. Endlich kein Thema mehr ist der Ende 2011 erlittene Seitenbandeinriss im rechten Knie, der die 28-Jährige plötzlich um die Olympia-Teilnahme zittern ließ. "Ich habe Vertrauen ins Knie, dass es hält."
Drexler trifft zum Auftakt auf Rizlen Zouak aus Marokko. in Runde zwei wartet die israelische EM-Dritte Alice Schlesinger. "Ich habe null Druck und kann es locker angehen. Ich darf nur nicht verkopfen", lautet die Taktik von Drexler, deren zwei jüngere Schwestern in der Halle als Schlachtenbummlerinnen mit dabei sein werde.
An der Matte genau mitverfolgen, was sein Schützling macht, wird Trainer Klaus-Peter Stollberg. Als Betreuer sind es seine vierten Spiele. Drexler sieht er optimal vorbereitet. "Wir können uns nichts vorwerfen, wir haben alles realisiert, was geht." Drexler benötigt zwei Siege, um ins Viertelfinale zu kommen. Ab dort gibt es bei einer Niederlage noch die Möglichkeit, in den Bronze-Kampf zu gelangen.
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