Österreich | Sport 

Darabos von bisheriger Ausbeute "enttäuscht"

Von Apa | 02.08.2012 - 17:59

Sportminister Darabos ist von dem Abschneiden der österreichischen Olympia-Sportler "etwas ernüchtert und auch enttäuscht". Es sei "das Ziel, auch Medaillen nach Österreich heimzubringen", so Darabos.

Darabos von bisheriger Ausbeute "enttäuscht"

Der Minister mit Beachvolleyballern Horst/Doppler. Bild: SN/apa (öoc/spiess)

Es gebe in London zwar noch weitere Medaillenchancen, ungeachtet dessen müsse künftig aber die Sportförderung grundlegend reformiert werden. Darabos will für künftige Olympiaerfolge gewisse Sportarten, "wo man Erfolge einfahren möchte, wo man auch langfristig planen kann", gezielter und großzügiger fördern, so der Minister im ORF-Interview. Man müsse vom Prinzip "Gießkanne" wegkommen. Welche Sportarten gemeint seien, wollte er nicht verraten. "Die müssen definiert werden, da möchte aus London keine Empfehlungen abgeben."

Gegenüber der Tageszeitung "Österreich" kündigte Darabos an, nach Olympia "Tacheles" reden zu wollen. "Ich werde die Sportförderung auf völlig neue Beine stellen. Alles muss leistungsorientierter werden. Das bisherige System reicht im Schnitt für drei Olympiamedaillen. Im Sommer sind wir von der Weltspitze zu weit weg", erklärte Darabos. Die Neuordnung solle auch die Dachverbände treffen. "Man könnte etwa BSO und ÖOC zusammenlegen und damit für straffere Strukturen sorgen. Wir brauchen ein viel schlankeres System."

Zudem missfällt dem Minister das Auftreten einiger ÖOC-Sportler: "Mich stört auch die Selbstzufriedenheit gewisser Athleten hier in London. Es ist toll, wenn einige Sportler erklären, wie schön das Leben im olympischen Dorf ist, aber an erster Stelle muss der sportliche Erfolg stehen".

 
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KOMMENTARE (1)
 

Alfred Pfisterer sen.

03.08.2012
11:29 Uhr

Na, dann soll er das nächste mal halt selbst mitmachen ...

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