Judoka Paischer in zweiter Runde ausgeschieden
Von Apa | 28.07.2012 - 10:56
"Momentan habe ich keine Gefühle, da ist nur eine Leere." Für Paischer gab es kein Entkommen aus dem Festhaltegriff des zweifachen Weltmeisters. Nach dem frühen Ausscheiden bei den Sommerspielen will der Silberne von Peking 2008 erst einmal Abstand gewinnen und zu einem späteren Zeitpunkt über die Zukunft entscheiden.
Paischer fertigte zum Auftakt der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm in der ExCeL-Arena Jacob Gnahoui aus Benin mit Ippon ab, danach hatte ihm die Auslosung den Goldfavoriten beschert. Der Salzburger hielt lange mit, befreite sich aus einem ersten Festhaltegriff in allerletzter Sekunde, in einem darauffolgenden blieb er aber zwanzig Sekunden liegen und beugte sich der Kraft des Gegners.
"Der Plan war, mitzukämpfen. Er ist irrsinnig kräftig. Ich habe dann vielleicht zu früh etwas versucht. Aus dem ersten Griff kam ich raus, beim zweiten war er zu stark. Das war wie eine Doppelmühle", beschrieb Paischer den Kampfverlauf. Und auch wenn die Enttäuschung enorm war, so wusste der Gewinner von zehn Medaillen bei Großveranstaltungen nur wenige wenige Minuten danach: "Zu fallen ist keine Schande. Aber liegenbleiben."
Auch Teamkollegen Sabrina Filzmoser, die am Montag für Österreich im Einsatz ist (Klasse bis 57 kg), hatte in der Halle mitgezittert. "Sobirow ist nicht umsonst Weltmeister. Lupo hatte heute eine große Chance, seine Körpersprache zeigte seine Einstellung, aber der Usbeke ist einfach noch um eine Stufe kräftiger." Sie sei ein sehr emotionaler Mensch und habe Lupo erst einmal fest umarmen müssen. "Es wird dauern, aber er wird erkennen, dass er seine Medaille und damit den Lebenstraum schon erfüllt hat."
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