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Warnungen vor Euro-Ausstieg Griechenlands

Von Apa/ag. | 16.05.2012 - 16:23

Die EZB möchte Griechenland nach den Worten ihres Präsidenten Mario Draghi unbedingt in der Währungsunion halten. Auch der internationale Bankenverband IIF warnte am Mittwoch vor den Folgen eines Ausstiegs Griechenlands.

Warnungen vor Euro-Ausstieg Griechenlands

Laut Bankenverband wäre Ansteckungsgefahr zu groß. Bild: SN/apa (archiv/dpa)

Der internationale Bankenverband IIF warnt gar vor gravierenden Folgen eines Ausstiegs Griechenlands aus der Euro-Zone. Für den Rest Europas seien die Ansteckungsgefahren riesig, sagte IIF-Geschäftsführer Charles Dallara am Mittwoch in Dublin. "Der Druck auf Spanien, Portugal, selbst Italien und möglicherweise auch Irland wäre immens", so Dallara.

Es sei zwar möglich, dass Griechenland die Währungsunion verlasse. Das sei aber nicht wahrscheinlich - oder gar unvermeidbar, betonte der Bankenlobbyist. Der Präsident des deutschen Bankenverbands, Andreas Schmitz, hatte Griechenland zuvor einen Austritt aus der Euro-Zone nahegelegt. "Gut zwei Jahre nach dem ersten Hilfspaket für Griechenland ist es inzwischen schwer vorstellbar, wie das Land aus seiner misslichen Lage herauskommen kann", sagt der Top-Banker in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

"Es ist daher richtig, über Alternativen nachzudenken, allen voran, ob das Land mit einer eigenen Währung - unterstützt von einer Art 'Marshall-Plan' der Europäischen Union - die Probleme nicht besser lösen könnte", betonte Schmitz. Die Ansteckungsgefahren in Folge eines Austritts seien mittlerweile deutlich geringer geworden, auch wenn es weiter Risiken gebe.

Die Europäische Zentralbank gab am Mittwoch bekannt, mehrere angeschlagene griechische Banken nicht mehr zu finanzieren. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch in europäischen Notenbankkreisen. Da es bisher keine erfolgreiche Rekapitalisierung dieser Banken gebe, seien die entsprechenden Operationen eingestellt worden, sagte ein Insider. Um wie viele Banken genau es sich handelt, blieb zunächst unklar.

 
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KOMMENTARE (1)
 

alf arrer

22.05.2012
19:58 Uhr

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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