Welt | Politik 

Samaras als griechischer Ministerpräsident vereidigt

Von Apa/dpa/ag. | 20.06.2012 - 16:00

Der Chef der konservativen Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, legte am Mittwoch in Athen vor Staatschef Karolos Papoulias seinen Amtseid ab.

Samaras als griechischer Ministerpräsident vereidigt

Antonis Samaras bei Präsident Karolos Papoulias. Bild: SN/apa (epa)

Die Zusammensetzung des Kabinetts sollte am Abend oder spätestens am Donnerstagvormittag bekanntgegeben werden. Die Regierung unter Samaras wird von den Konservativen, den Sozialisten und der kleinen Partei Demokratische Linke unterstützt. Sie hat insgesamt 179 Abgeordnete im 300-köpfigen Parlament.

Das traditionelle christliche Vereidigungszeremoniell im Präsidialgebäude führte der griechisch-orthodoxe Erzbischof Hieronymos II. durch. Staatspräsident Papoulias, der Samaras zuvor das Mandat zur Regierungsbildung erteilt hatte, wünschte Samaras viel Erfolg und fügte hinzu: "Die Probleme, die vor Ihnen liegen, sind viele, und sie sind sehr schwierig."

Griechenland wird von seinen Euro-Partnern und dem IWF mit einem zweiten Hilfspaket von 130 Milliarden Euro vor dem Bankrott bewahrt. Es setzt auf einem ersten Paket im Volumen von 110 Milliarden Euro auf. Im Gegenzug muss das Land Wirtschaft, Verwaltung und Sozialsysteme reformieren und Milliarden einsparen. Wegen des Wahlkampfes waren die Reformen allerdings in den vergangenen Monaten praktisch zum Erliegen gekommen.

In der Euro-Zone wird deshalb diskutiert, ob man den Griechen nicht wenigstens beim Reformzeitplan entgegenkommen sollte. Der deutsche Finanzminister Schäuble wies den Vorwurf zurück, die Auflagen seien zu hart. "Wir haben Griechenland nicht überfordert, und wir werden die Griechen nicht überfordern", sagte er der "Zeit".

Unmittelbar nach der Regierungsbildung will die Troika aus EU, EZB und IWF eine Delegation nach Athen schicken, um den Stand der Reformbemühungen zu überprüfen. In EU-Kreisen hatte es geheißen, das Programm sei praktisch an allen zentralen Stellen aus dem Ruder gelaufen.

 
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KOMMENTARE (2)
 

alf arrer

21.06.2012
11:29 Uhr

Die Trickser spielen auf Zeit. SPÖ, ÖVP und GrünInnen haben uns in den Euro geführt. Jetzt haben wir via ESM die Südstaatenschulden zu berappen. Rache = Strache!

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Pauline Mohr

21.06.2012
11:26 Uhr

Die gleichen "Böcke" wieder als Gärtner? Ja, was soll sich denn da ändern? Gleich wurde wieder mehr Geld für ihre (selbstverschuldeten) Nöte verlangt. Merkel sträubt sich noch ein wenig, aber dann kommt ihr einmalies "Credo"--alternativlos-. d.h. noch mehr Geld der europ. Steuerzahler "versenken". Wer da noch an Europa glaubt, oder sogar noch an den Euro - ist ein einfältiger "Heiliger". Die EU und der Euro haben beide v ersagt. Zurück zum Start (in das alte, erfolgreiche System. Die Fleissigen= winners. Die Faulen, Korrupten= Losers.) Alles andere wird sich nur als verlängerte Agonie beweisen!

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