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Griechen streiken gegen Sparprogramm

Von Apa/dpa | 07.02.2012 - 17:15

Ein Generalstreik gegen die jüngsten Sparmaßnahmen hat am Dienstag das öffentliche Leben in Griechenland teilweise lahmgelegt. Unter dem Motto "Es reicht!" riefen die Gewerkschaftsverbände zu Streiks auf.

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Demonstranten verbrennen eine deutsche Flagge. Bild: SN/ap/dapd
Ein Generalstreik legt Griechenland lahm. Bild: SN/epa
Ein Generalstreik legt Griechenland lahm. Bild: SN/epa
Ein Generalstreik legt Griechenland lahm. Bild: SN/epa
Ein Generalstreik legt Griechenland lahm. Bild: SN/epa
Ein Generalstreik legt Griechenland lahm. Bild: SN/epa
Ein Generalstreik legt Griechenland lahm. Bild: SN/epa
Ein Generalstreik legt Griechenland lahm. Bild: SN/epa
Ein Generalstreik legt Griechenland lahm. Bild: SN/epa


In der Hauptstadt Athen setzten sich die U-Bahn und die Busse mit Verspätung in Bewegung. Der Flugverkehr war indes nicht beeinträchtigt, da die Fluglotsen regulär arbeiteten.
In Athen demonstrierten nach Schätzungen der Polizei rund 10.000 Menschen bei strömendem Regen gegen die massiven Sparpläne. Am Rande kam es zu kleineren Zwischenfällen. Sonst blieb es friedlich. Zu den Arbeitsniederlegungen hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände GSEE für den Privatsektor und ADEDY für die Beamten aufgerufen. Der Streik, der vor allem staatliche Unternehmen und auch die Ministerien betrifft, soll 24 Stunden dauern.
Die griechische Regierung steht massiv unter Druck und muss am heutigen Dienstag wohl weitere unpopuläre Sparmaßnahmen beschließen. Die zusätzlichen Einsparungen sind die Bedingung der internationalen Geldgeber Griechenlands für ein weiteres Hilfsprogramm über 130 Milliarden Euro.
EU-Kommissionspräsident Barroso hat sich am Dienstag für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen. "Ganz Europa hat seine Augen auf Griechenland gerichtet. Wir sind in einem sehr entscheidenden Moment im Hinblick auf die Zukunft Griechenlands. Wir wollen Griechenland im Euro", sagte Barroso nach einem Treffen mit dem früheren EU-Kommissionspräsidenten Jacques Delors in Brüssel. Die Verhandlungen in Athen seien einem Abschluss nahe, sagte der Kommissionschef.
Die EU-Kommission habe von Anfang an klar gemacht, dass ein Verbleib Griechenlands sehr wichtig sei, nicht nur für Griechenland selbst, sondern für ganz Europa, sagte Barroso. Die Kosten einer Staatspleite und eines möglichen Austritts des Landes aus dem Euro wären viel höher als Griechenland in der Eurozone zu halten, sagte er. Deshalb fordere die EU von den politischen Parteien in Athen Zusagen zu den gemeinsamen Zielen, damit ein neues Hilfsprogramm für Griechenland zustande komme, um Griechenland im Euro halten zu können.
Die deutsch-französische Idee eines Sonderkontos für Griechenland soll von den Euro-Finanzministern besprochen werden. "Wir freuen uns darauf, das mit den Partnern der Eurogruppe zu diskutieren", sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag.

 
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