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Griechenland macht Angebot für Schuldenschnitt

Von Apa/dpa | 24.02.2012 - 18:06

Die griechische Regierung hat am Freitag Banken und anderen privaten Finanzhäusern das offizielle Angebot zum Schuldenschnitt unterbreitet. Das entsprechende Dokument wurde vom Ministerrat gebilligt.

Griechenland macht Angebot für Schuldenschnitt

Offizielles Angebot zum Schuldenschnitt. Bild: SN/apa (dpa/archiv)

Das Umschuldungsprogramm läuft bis 2042. Die neuen Anleihen sollen bis 2015 einen Zinssatz von 2 Prozent haben. Danach soll der Zinssatz stufenweise steigen - bis 2020 auf 3,0 Prozent, 2021 3,65 und danach 4,3 Prozent. Verzicht und veränderte Konditionen summieren sich nach Berechnungen von Experten auf einen Verlust von mehr als 70 Prozent des Nominalwerts der Anleihen. Das Angebot sieht vor, dass die privaten Gläubiger auch zum Forderungsverzicht gezwungen werden könnten, falls die Beteiligung am freiwilligen Schuldenschnitt zu niedrig ausfallen sollte.

Der Schuldenschnitt soll die griechische Schuldenlast um 107 Mrd. Euro verringern. Insgesamt sollen private Gläubiger auf 53,5 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Athen verzichten. Die neuen Anleihen sollen einen Zinsbonus erhalten, sollte die griechische Wirtschaft in den nächsten Jahren wachsen. Die Höhe wird von der Wachstumsrate abhängig sein. Für die neuen Anleihen wird englisches Recht gelten. Damit soll Griechenland die Möglichkeit genommen werden, einen erneuten Schuldenschnitt zu fordern. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Ratingagenturen Griechenland nach Durchführung des Schuldenerlasses vorrübergehend für pleite erklären.

Der Internationale Bankenverband IIF rechnet mit einer hohen Beteiligung der privaten Investoren an dem freiwilligen Forderungsverzicht zugunsten Griechenlands. Allerdings wollte sich IIF-Geschäftsführer Dallara am Freitag in Mexico City am Rande der G20-Finanzministerkonferenz nicht auf eine konkrete Quote festlegen.

 
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