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Griechen müssen die Arzt-Kosten vorstrecken

Von Sn, Apa | 04.06.2012 - 09:56

Das Gesundheitswesen Griechenlands leidet unter der Finanzkrise. Medikamentenlieferungen werden nur mehr nach Vorauskasse durchgeführt und die Arztkosten müssen bar bezahlt werden.

Griechen müssen die Arzt-Kosten vorstrecken

Die Griechen müssen ihre Arztkosten bar zahlen, was für viele kaum leistbar ist.  Bild: SN

Die schwere Finanzkrise in Griechenland führt zu dramatischen Entwicklungen im Gesundheitswesen des Landes. Seit Tagen beliefern die Großhändler von Medikamenten und medizinischem Material die wichtigsten Krankenhäuser nur noch gegen Barzahlung. Auch Hunderttausende Versicherte der größten Krankenkasse EOPYY müssen ihre Medikamente bar bei den Apothekern bezahlen und sich anschließend mit der Quittung an die Krankenkasse wenden. Auch viele Krankenkassenärzte untersuchen seit Wochen Patienten nur noch gegen Barzahlung.

"Ich kann nicht mehr. Ich habe die 300 Euro nicht. Mein Mann stirbt", sagte Evangelia Papadopoulou am Sonntag. Die Apotheke wolle ihr die Medikamente für ihren schwer kranken Mann nicht mehr geben. "Der Staat schuldet uns mehr als 8.000 Euro. Ich kann die Last nicht mehr tragen", verteidigte sich die Apothekerin. Die dringend benötigten Medikamente gab es erst, nachdem mehrere Nachbarn das Geld vorgelegt hatten.

Der Gesundheitsminister der Interimsregierung, Christos Kittas, rief am Sonntag alle Seiten auf, die schwierige Lage nicht zu verschärfen. Eine handlungsfähige Regierung gibt es wegen der anstehenden Parlamentswahl am 17. Juni in Griechenland nicht.

 
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KOMMENTARE (1)
 

Alexander Simon

13.06.2012
08:44 Uhr

Werte Redaktion, Die Lage ist mehr als dramtisch und erinnert mich an eine Fragestellung, die ich vor ziemlich genau einem Jahr in meinem Blog formuliert habe: http://www.simon.at/blog/bitte-wie-ist-das-jetzt-mit-den-griechen/ In einem Interview der SN während der letzten Tage -ich erinnere mich leider nicht exakt welches- fand ich sinngemäß die Aussage, dass im Falle eines Austritts Griechenlands die Gefahr bestünde, dass das Land (wieder) zu einem Entwicklungsland wird. Wo genau sind die Unterschiede zum "Ist" mit Bezug auf den o.g. Artikel? Alexander Simon

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