Gelder fließen wieder nach Griechenland zurück
Von Apa/ag. | 28.03.2012 - 09:21

Diamantopoulou sieht Zeichen der Erholung. Bild: SN/apa (epa)
Mit Blick darauf, dass in der Vergangenheit vermögende Griechen aus Angst vor der Zahlungsunfähigkeit zunehmend Geld ins Ausland gebracht haben, meinte die Ministerin: "Zum ersten Mal seit drei Monaten fließt Geld zurück."
"2013 könnte es Zeichen für eine Erholung geben", sagte die Ministerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Mittwoch. Diamantopoulou zeigte sich überzeugt, dass sich bei den kommenden Wahlen die proeuropäischen Kräfte durchsetzen werden. Komme es anders, wäre das "eine Katastrophe für unser Land".
Die Ministerin sieht drei zentrale Aufgaben, welche die Regierung angehen muss. Sie müsse der Bürokratie den Krieg erklären, die Korruption bekämpfen und das Problemthema Liquidität bewältigen. Sie sieht zugleich etliche Bereiche mit Wachstumspotenzialen in der Wirtschaft des Landes. Dazu gehörten die Landwirtschaft, die Rohstoffe-Förderung, der Tourismus sowie das Zukunftsfeld Forschung und Entwicklung. Um Investitionen in diesen Bereichen vorzunehmen, könne das Land nicht zuletzt auf Hilfe der EU hoffen. "Wir vermuten, dass wir von dort in den nächsten drei Jahren 16 Mrd. Euro aufnehmen können", sagte sie.
Dass Griechenland keine Hilfe von außen bei seinen Bemühungen um eine durchgreifende Reform seiner Verwaltung annehme, nannte die Ministerin "einen Mythos". Mit Blick auf frühere Vorschläge aus Deutschland, in Griechenland eine Art Sparkommissar zu installieren, stellte sie klar: "Es ist ein Riesenunterschied, ob man technische Unterstützung erhält oder einen Kommissar im Land hat." Das habe mit Fragen der Souveränität und des nationalen Stolzes zu tun.
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