G-20 ohne Einigung bei Krisenbekämpfung
Von Apa/dpa/ag. | 26.02.2012 - 13:44

Streit um Aufstockung der IWF-Mittel. Bild: SN/apa (epa)
Eine Aufstockung der Gelder für die diversen Rettungsschirme lehnten die Deutschen ab. Der deutsche Finanzminister Schäuble verwies darauf, dass die europäischen Staatschefs vereinbart hätten, die Entwicklung im März zu überprüfen, und bis zum 31. Marz eine Entscheidung zu treffen. Er verließ die Tagung in Mexiko vorzeitig, um am Montag an der Debatte sowie der geplanten Abstimmung über das zweite Griechenland-Rettungspaket im Deutschen Bundestag teilnehmen zu können.
Bei der zweitägigen Tagung der G-20-Finanzminister sowie Notenbankchefs in Mexiko-Stadt, hatte auch Mexiko, das in diesem Jahr den Vorsitz in der Gruppe innehat, gefordert, die Europäer müssten ihre Beiträge zum IWF erhöhen. Das sei die Voraussetzung dafür, dass auch andere Länder ihren Beitrag leisten würden, um den Schutzwall zu stärken, sagte Zentralbankchef Agustin Carstens.
G-20-Länder wie die USA plädieren dafür, dass die Europäer am Zug seien und selbst noch mehr Geld in die Hand nehmen müssten, um die Schuldenkrise in Europa zu überwinden. US-Finanzminister Geithner forderte die Europäer, und damit vor allem die Deutschen, erneut auf, ihre Einzahlungen in den Internationalen Währungsfonds (IWF) aufzustocken. Er sprach sich dabei abermals für "stärkere und überzeugendere Brandmauern" aus.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schlug sogar vor, eine Brandmauer von 1,5 Billionen Dollar zu errichten, um gegen künftige Krisen gewappnet zu sein. Dem IWF geht es um eine zusätzliche Summe von 600 Milliarden Dollar, von denen 200 Milliarden aus Europa kommen sollen. Derzeit befinden sich 386 Milliarden Dollar in der Kriegskasse.
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