Athens Zittern endet mit Freigabe von Hilfspaket
Von Apa | 14.03.2012 - 15:07

Fast 40 Milliarden wandern aus Brüssel nach Athen. Bild: SN/apa (epa)
Das zweite Hilfspaket mit weiteren Zahlungen von insgesamt 130 Mrd. Euro bewahrt das hoch verschuldete Griechenland vor der Staatspleite. Die Verhandlungen darüber hatten sich monatelang hingezogen: Der Finanzbedarf des Landes fiel größer aus als noch im vergangenen Jahr erwartet, wodurch eine Neuberechnung des Hilfspakets nötig wurde. Die Regierung in Athen musste weitere Einschnitte und Reformen beschließen. Auch die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern des Landes über einen freiwilligen Schuldenschnitt zogen sich über Wochen hin.
Grundsätzlich hatten die Euro-Länder das Hilfsprogramm bereits am Montagabend bei einem Treffen in Brüssel abgesegnet. Unter anderem musste aber noch der Haushaltsausschuss des Bundestags informiert werden, dies ist seitdem geschehen. "Alle erforderlichen nationalen und parlamentarischen Verfahren wurden abgeschlossen", erklärte Juncker.
Zusammen mit einem in der vergangenen Woche zugesagten Forderungsverzicht der großen Mehrheit privater Gläubiger des Landes in Höhe von mehr als 100 Mrd. Euro, soll der griechische Schuldenstand von derzeit rund 160 Prozent der griechischen Wirtschaftskraft bis zum Jahr 2020 auf unter 120 Prozent gedrückt werden. Das ist immer noch das Doppelte des eigentlichen EU-Grenzwerts. Die Euro-Länder hoffen jedoch darauf, dass Griechenland mit einem Schuldenstand in dieser Höhe auch ohne weitere Hilfen finanziell überlebensfähig ist.
In der Eurozone besteht die Hoffnung, dass sich die Schuldenkrise mit dem zweiten Hilfspaket für Griechenland beruhigt und Länder wie Italien und Spanien nicht mehr wie noch Ende des letzten Jahres unmittelbar von einer Ansteckung bedroht sind.
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