Athens Parlament trat zusammen und wird aufgelöst
Von Apa/dpa | 18.05.2012 - 11:57

Neuwahlen in Griechenland am 17. Juni. Bild: SN/apa (epa)
Bei den Neuwahlen am 17. Juni könnten die pro-europäischen Parteien nach Umfragen besser abschneiden als bei der letzten Abstimmung Anfang Mai. Demnach würden die Konservativen mit 26,1 Prozent (6. Mai: 18,85) stärkste politische Kraft. Das berichtete der griechische Fernsehsender Alpha unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage. Die Sozialisten (PASOK) würden sich auf 14,9 Prozent (Mai: 13,2) verbessern. Beide Parteien hätten rein rechnerisch eine Mehrheit von 164 Sitzen im 300 Sitze umfassenden Parlament.
Nach dem Ansturm von Kunden auf griechische Banken zum Wochenbeginn herrscht inzwischen wieder normaler Betrieb. Dies teilte der Verband der Bankangestellten des Landes mit. Es gebe keinen Ansturm auf Banken, und die Bankautomaten funktionierten im Zentrum Athens normal, berichteten Augenzeugen.
Die Ratingagentur Fitch hatte am Vorabend die Bonität Griechenlands erneut gesenkt. Demnach verschlechterte sich die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten von "B-" auf "CCC". Damit sieht die Ratingagentur ein substanzielles Ausfallrisiko. Ein möglicher Austritt aus der Euro-Zone würde wahrscheinlich einen Kreditausfall nach sich ziehen.
Die Kontrollore der sogenannten Troika der Geldgeber (EU, Europäische Zentralbank und IWF) wollen vorerst nicht nach Griechenland kommen, um das Sparprogramm zu überprüfen und weitere Maßnahmen zu beschließen.
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