Zahl der EM-Festnahmen in Warschau stieg auf 184
Von Apa | 13.06.2012 - 10:53

Polizei war bis weit nach Mitternacht im Einsatz. Bild: SN/apa (epa)
Zunächst griff schon vor dem Spiel eine Gruppe teilweise vermummter polnischer Hooligans die russischen Fans an, die von der Innenstadt Richtung Stadion unterwegs waren. Die Fußballrowdys warfen mit Steinen und Feuerwerkskörpern. Sie griffen auch die Polizei an, die die beiden Gruppen voneinander trennen wollte, und dabei Wasserwerfer und Tränengas einsetzte. Auf der Poniatowski-Brücke über die Weichsel kam es zu mehreren Schlägereien. Auch nach dem Spiel gab es immer wieder Zusammenstöße in der Umgebung der Fanzone am Warschauer Kulturpalast.
Der polnische Regierungssprecher Pawel Gras erklärte am Mittwoch gegenüber Radio TOK FM, die polnische Justiz werde hart gegen die Verantwortlichen der Auseinandersetzungen vorgehen. Gleichzeitig lobte er die Polizei dafür, dass die Situation um das Nationalstadion nicht eskaliert sei. Folgen für die polnisch-russischen Beziehungen ergäben sich aus den Ereignissen nicht, sagte der Regierungssprecher. "Es gibt keine Rechtfertigung für den Angriff auf Gäste. Als Gastgeber sollten wir uns vor allem für die Sicherheit unserer Besucher verantwortlich fühlen, egal, aus welchem Land sie kommen", sagte Regierungschef Tusk.
Auseinandersetzungen waren im Vorfeld des Spiels befürchtet worden - unter anderem deshalb, weil der Verband der russischen Fußballfans einen Marsch durch Warschau aus Anlass des russischen Nationalfeiertags angekündigt hatte. Wegen Sicherheitsbedenken war dieser dann auf eine weniger als einen Kilometer lange Strecke von einer S-Bahn-Station zum Stadion beschränkt worden.
Mitteilungen
