Verbotene Bilder: UEFA blendet Russen-Banner ein
Von Sn, Dpa | 13.06.2012 - 14:27

Die UEFA zeigte das provokante Bild auch in der TV-Übertragung. Bild: SN
Die UEFA hat eine Produktionsfirma mit der Erstellung des Fernseh-Weltbildes beauftragt und sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, unliebsame Dinge bewusst auszublenden. Die TV-Schere im Kopf funktioniert aber nicht durchgehend. ARD-Kommentator Tom Bartels hatte am Dienstagabend vor Beginn der Partie Russland - Polen die TV-Zuschauer im Stil eines Radioreporters über ein provokantes Plakat informiert, das russische Fans im Warschauer Stadion entrollt hatten. Doch entgegen seiner Annahme hatte die Weltregie das kriegerische Banner zweimal eingeblendet.
32 HD-Kameras filmen die EM-Spiele ab. Der technische und logistische Aufwand ist erheblich. Rund 1500 Personen sind im Internationalen Sendezentrum (IBC) in Warschau und in den acht Stadien im Einsatz. Fünf Regisseure stellen das internationale Bildmaterial zusammen. Sie bestimmen letztlich, was der TV-Zuschauer sieht und was er nicht sieht. Denn nicht alles, was im Stadion passiert, wird auch gezeigt. Zu den verbotenen TV-Bildern gehörte bei der EM der Flitzer, der bei der Partie Kroatien - Irland über den Rasen lief und den kroatischen Trainer Slaven Bilic knutschte. Die meisten Menschen sahen das Foto dazu erst am nächsten Tag in der Zeitung.
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