Ukraine im Außenseiter-Duell gegen Schweden
Von Apa | 11.06.2012 - 06:01

Blochin gibt die Richtung vor. Bild: SN/apa (epa)
Auch wenn die Vorzeichen nicht für die Elf von Oleg Blochin sprechen, die sich zuletzt mit Testspielniederlagen und einer angeblichen Lebensmittelvergiftung herumschlagen musste. Blochin, der die Gelb-Blauen 2006 überraschend bis ins WM-Viertelfinale geführt hatte, will die Erwartungen vor dem ersten EM-Auftritt einer ukrainischen Auswahl aber niedrig halten. "Ich denke, der Umstand, dass wir nicht als Favoriten gesehen werden, ist gut. Dann lastet weniger Druck auf dem Team", meinte der 59-Jährige. Freimütig plauderte er am Samstag noch über schwere Defizite in Offensive und Defensive und wollte dieser Einschätzung seiner Truppe so noch zusätzliche Nahrung geben.
Tatsächlich konnte die Ukraine in der Vorbereitung kaum überzeugen, die jüngsten Testniederlagen gegen Österreich und die Türkei haben bei Fans und Medien für Unruhe gesorgt. Der Umstand, dass Altstar Andrij Schewtschenko noch immer als Galionsfigur herhalten muss, spricht Bände. Der ehemalige Stürmer des AC Milan, der zu Beginn wohl nur auf der Bank sitzen wird, gelobte freilich Besserung. "Es stimmt, dass gegen die Türkei und Österreich Dinge passiert sind, die alles andere als beabsichtigt waren. Aber ich kann versichern, dass man im Spiel gegen Schweden eine völlig andere Ukraine sehen wird", erklärte Schewtschenko.
Sorgenfalten bereitet Blochin, der zumindest im Mittelfeld zentral mit Bayerns Anatolij Tymoschtschuk sowie den Flügeln Andrej Jarmolenko und Jewgeni Konopljanka über verlässliche Kräfte verfügt, in jedem Fall der Ausfall seiner drei besten Torhüter. So darf sich Andrej Pjatow, der mit bisher 26 Teameinsätzen der Erfahrenste des "Restkontingents" ist, gute Chancen auf einen Einsatz ausrechnen.
Auch die Schweden gehen als Außenseiter in die Gruppe, in der Frankreich und England als klare Favoriten auf den Aufstieg ins Viertelfinale gelten. Zwar ist man seit 2000 stets bei der Kontinentalmeisterschaft vertreten, nur 2004 erreichte man aber die K.o.-Runde. Für Trainer Erik Hamren ist die Sache klar: "Die Ukraine tritt vor Heimpublikum an, deshalb ist sie gegen uns Favorit", sagte er.
Mitteilungen
