Spanien und Kroatien geloben Fair Play
Von Apa/dpa/ag. | 18.06.2012 - 02:38

Weltmeister Spanien bereitet sich gewissenhaft vor. Bild: SN/apa (epa)
Doch beide Mannschaften wollen von angeblichen Absprachen und einem abgekarteten Spiel im Finish auf Kosten Italiens nichts wissen. "Es gibt keinen Pakt zwischen Spanien und Kroatien", betonte der spanische Verteidiger Raul Albiol. Gleichzeitig meinte der Ersatzspieler aber: "Ein 2:2 ist ein Resultat, das immer passieren kann. Genauso wie ein 1:0, 0:1 oder 1:1." Die Italiener fürchten, zum zweiten Mal auf diese Art zum Handkuss zu kommen. Bereits bei der EM 2004 hatten sie aufgrund eines 2:2 zwischen Schweden und Dänemark die Heimreise antreten müssen.
Immer wieder zur Sprache kommt dieser Tage auch die "Schande von Gijon" bei der WM 1982, als Deutschland und Österreich mit einem 1:0 für die Deutschen und einem Nicht-Angriffs-Pakt Hand in Hand in die nächste Runde spazierten. Dass derartige Schandflecken also lange und viele Jahrzehnte in Erinnerung bleiben, wissen die Spanier.
Deshalb sind Rechnereien und unsportliches Verhalten laut Teamchef Vicente del Bosque auch tabu. "Wir sind Sportler. Wir gehen in die Partie, um zu gewinnen. Das einzige, das uns interessiert, ist der Sieg", stellte Del Bosque klar. Nach dem mit spielerischer Leichtigkeit herausgeholten 4:0 gegen Irland könnten sich aber die Kroaten als deutlich härtere Nuss für den Welt- und Europameister herausstellen. So wie die Spanier auf den wiedererstarkten Stürmer Fernando Torres setzen, hoffen die Kroaten auf die Fortsetzung der Tor-Serie von Mario Mandzukic.
"Wir sind bereit, mit viel Herz ins Match zu gehen. Aber wir werden auch ein bisschen Glück brauchen", erklärte Mandzukic, der schon bei drei Turniertreffern hält. Sehr ähnlich sieht die Ausgangslage auch Teamchef Slaven Bilic: "Ich hoffe, das Glück wird auf unserer Seite sein. Und meine Spieler müssen das Match ihres Lebens abliefern." Auf eine Abwehrschlacht sollten es die Kroaten nicht ankommen lassen, denn ein 0:0 wäre im Falle eines Erfolgs der Italiener im Parallelspiel gegen das bereits ausgeschiedene Irland zu wenig.
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