Portugal und Spanien wollen ins EM-Finale
Von Apa | 27.06.2012 - 10:14

Spanische Kompaktheit gegen Portugals Explosivität. Bild: SN/apa (archiv/epa)
Von den 22 voraussichtlich einlaufenden Kickern stehen sieben bei Real Madrid und fünf beim FC Barcelona unter Vertrag. Höchsten Respekt hat der regierende Champion natürlich vor Ronaldo. Schließlich kennt man den dynamischen, dribbelstarken und torgefährlichen Real-Torjäger in- und auswendig. Eine Sonderbewachung wird es für den im Turnierverlauf bisher dreimal erfolgreichen Flügelstürmer aber nicht geben.
Ohnedies vertraut Spanien auf die eigenen Stärken und eine Erfolgsbilanz, die sich eindrucksvoll ließt. Mit dem 2:0 gegen Frankreich baute "La Roja" die Serie auf 18 Pflichtspiele ohne Niederlage aus, 17 davon wurden gewonnen. In diesen 18 Partien ließ der Titelverteidiger gerade einmal acht Gegentore zu. Seit dem 1:3 im WM-Achtelfinale 2006 gegen Frankreich hat Spanien darüber hinaus in acht K.o.-Spielen der folgenden Großturniere kein einziges Gegentor mehr kassiert.
Portugal flößt dem Weltranglisten-Ersten in erster Linie durch seine Flügelzange Ronaldo und Nani Respekt ein. Allein "CR7" sollte Spaniens Defensive mehr Mühe bereiten als das gesamte französische Team. In Abwesenheit des verletzten Helder Postiga soll Hugo Almeida Platz schaffen. Kritiker meinen jedoch, dass sich der Stil des technisch limitierten Besiktas-Stürmers aber nicht mit der Spielkunst seiner Nebenleute verträgt.
Die direkte Bilanz in den bisherigen 34 Aufeinandertreffen spricht bei 16 Siegen für Spanien und nur sechs für Portugal für die Roten. Von den jüngsten zwölf Partien gewann Portugal jedoch vier, so auch das bisher letzte Duell in einem Freundschaftsspiel im November 2010 in Lissabon mit 4:0. Spanien hatte sich einige Monate zuvor im WM-Achtelfinale in Kapstadt 1:0 durchgesetzt. Auch deshalb war in portugiesischen Medien dieser Tage oft von Revanche die Rede.
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