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Politischer Kampf in Ukraine geht trotz EM weiter

Von Apa/dpa | 12.06.2012 - 16:00

Die "Partei der Regionen", aus der Präsident Janukowitsch stammt, drohte am Dienstag Oppositionellen, die während der EURO gegen die Regierung protestieren.

Politischer Kampf in Ukraine geht trotz EM weiter

Janukowitschs Partei droht Oppositionellen. Bild: SN/apa (epa/archiv)

"Wer mit dem Feuer spielt, bekommt auf die Finger", hieß es auf der Internetseite der Partei.

Anhänger der inhaftierten Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko hatten am Montag in Kiew T-Shirts mit dem Aufdruck "Free Yulia" verteilt, die sowohl ukrainische als auch schwedische Fans anzogen. Die Spezialeinheit der Polizei "Berkut" hatte eine Demonstration von Regierungsgegnern aufgelöst und die Teilnehmer weitgehend davon abgehalten, vor das Olympiastadion zu ziehen.

Timoschenko rief die Politiker, die zur EURO in die Ukraine reisen, erneut dazu auf, sich nicht mit Präsident Janukowitsch zu treffen. "Wenn Sie neben ihm auf der Tribüne stehen oder ihm auch nur die Hand schütteln, helfen Sie dem autoritären Regime in der Ukraine", erklärte die Oppositionelle nach Angaben ihrer Partei "Batkiwschina" (Vaterland).

Auch die Organisation der Europameisterschaft bleibt umstritten. 30 bis 40 Prozent der für das Turnier ausgegebenen öffentlichen Gelder seien in "dunklen Kanälen" verschwunden, erklärte das oppositionelle Wahlbündnis "Block Julia Timoschenko" (BJUT). Mit Bezug auf ein Interview des BJUT-Politikers Ostap Semerak in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" berichten ukrainische Medien am Dienstag, Firmen des Vize-Ministerpräsidenten Boris Kolesnikow seien ohne Ausschreibungen zu lukrativen Aufträgen bei der Vorbereitung des Turniers gekommen.

 
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