Welt | Fußball 

Polen und Russland trennen sich bei EM 1:1

Von Apa | 12.06.2012 - 22:49

Co-Gastgeber Polen hat den Einzug ins Viertelfinale der Fußball-EM weiter in der eigenen Hand. Die Polen erreichten am Dienstag in Gruppe A ein 1:1 (0:1) gegen Tabellenführer Russland.

Polen und Russland trennen sich bei EM 1:1

Polen und Russland lieferten sich packenden Kampf. Bild: SN/apa (epa)

Polen benötigt für den Aufstieg im abschließenden Gruppenspiel am Samstag gegen Tschechien einen Sieg - den ersten bei einer EM-Endrunde überhaupt. Russland reicht im Parallelspiel gegen Griechenland bereits ein Remis für den Viertelfinaleinzug.

Die Gastgeber begannen engagiert, dominierten die Anfangsphase klar und hatten nach sechs Minuten die erste Topchance: Nach einem Obraniak-Freistoß kam Bremen-Außenverteidiger Boenisch noch im Fall mit dem Knie zum Ball, doch der russische Torhüter Malafejew zeichnete sich mit einer Fußabwehr aus und verhinderte das 1:0 (7.). Russland benötigte dagegen mehr als 24 Minuten für die erste Möglichkeit, die der erneut glücklose Kerschakow nach Arschawin-Maßflanke per Kopf neben das Tor setzte (25.).

Erst danach kam die "Sbornaja" gegen die gut organisierten Polen besser ins Spiel. Die Führung resultierte allerdings nicht aus einem ihrer blitzschnellen Angriffe, sondern einer Standard-Situation: Bei einem Arschawin-Freistoß sprintete der 1,79 m große Dsagojew von der Strafraumgrenze los und erzielte per Kopf seinen dritten EM-Treffer, mit dem er die alleinige Führung in der Torschützenliste übernahm.

Die Polen standen damit unter Zugzwang: Blaszczykowski prüfte noch vor der Pause Malafejew (39.). Auch nach dem Wechsel bewahrte der Schlussmann von Meister Zenit St. Petersburg, der nur aufgrund der Knieprobleme von Stammtormann Igor Akinfejew die Einser-Position innehat, sein Team mit weiteren Glanzparaden vorerst vor einem Gegentreffer.

Doch in Minute 57 war auch er machtlos: Blaszczykowski erzielte mit einer Granate aus vollem Lauf und 20 Metern ins Kreuzeck den Ausgleich, nach dem sich phasenweise ein offener Schlagabtausch entwickelte, der aber keine weiteren Treffer brachte. So scheiterte etwa Dsagojew nach einer Traumkombination ebenso am Schlussmann (68.) wie im Gegenstoß Polanski (69.).

 
Teilen
Facebook Twittern Google+ Versenden Drucken
0

Werbung

Dieser Artikel kann nicht kommentiert werden
 
KOMMENTARE (0)