Merkel würde zu EM-Finale nach Kiew kommen
Von Apa/dpa | 23.06.2012 - 03:19

Merkel fieberte mit ihrem Team mit. Bild: SN/apa (dpa)
Merkel hatte eine mögliche Reise in die Ukraine offiziell bisher offen gelassen.
Die deutsche Bundesregierung hatte den Umgang der Ukraine mit der inhaftierten Oppositionsführerin Timoschenko zwar kritisiert, allerdings wurde von Merkel im Gegensatz zu anderen EU-Politikern nie ein Boykott ausgesprochen.
Bei den drei Vorrundenspielen, die Deutschland in ukrainischen Städten austrug, war die Kanzlerin freilich nicht im Stadion. Der Einzug ins Endspiel könnte Merkel aber doch zu einem Besuch in der Ukraine verführen, wo sie im Finale auf der Ehrentribüne wohl auch auf den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch treffen würde.
"Sie hat uns gratuliert und hofft natürlich, dass wir weiter Erfolg haben werden, weil sie eben zum Finale auch kommen würde", berichtete Teammanager Oliver Bierhoff im ARD-Hörfunk über Merkels kurze Rede in der Mannschafts-Kabine nach dem 4:2-Sieg im Viertelfinale gegen Griechenland. Dabei habe Merkel die Hoffnung geäußert, die Spieler beim Finale wieder zu treffen.
Auch Kapitän Philipp Lahm und Mittelfeldspieler Andre Schürrle erzählten von den Finalplänen der Kanzlerin. "Das war ganz entspannt. Wir haben ja ein lockeres Verhältnis", erklärte Bierhoff weiter, der das Aufeinandertreffen mit der Kanzlerin so beschrieb: "Das ist immer ein sehr netter Besuch, der den Stellenwert der Nationalmannschaft zeigt."
"Es ist immer wieder aufregend. Anfangs habe ich gebibbert. Danach hatte ich aber den Eindruck, dass die Mannschaft überlegen ist", sagte Merkel nach dem Live-Besuch des Viertelfinales im polnischen Danzig zu den Spielern.
Auf einen Besuch des Halbfinals am Donnerstag in Warschau muss die Bundeskanzlerin verzichten. Merkel nimmt zur gleichen Zeit an der zweitägigen Sitzung des europäischen Rates in Brüssel teil.
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