EM: England und Frankreich im Viertelfinale
Von Apa | 20.06.2012 - 07:04
Frankreich musste sich Schweden mit 0:2 geschlagen geben, schaffte aber dennoch den Aufstieg. Mit der Ukraine ist nach Polen auch das zweite EM-Gastgeberland ausgeschieden.
Obwohl Rooney nach seiner abgesessenen Sperre erwartungsgemäß in die englische Mannschaft gerückt war, machten über weite Strecken die von Coach Oleg Blochin auf mehreren Positionen umgestellten Ukrainer das Spiel. Unter anderen musste Stürmerstar Andrej Schewtschenko nach nicht bestandenem Fitnesstest zunächst auf der Bank Platz nehmen. Die Gastgeber hatten in der Donbass-Arena von Donezk mehr Ballbesitz, waren viel bissiger und engagierter mit Chancen von Gamasch (7.), Gusew (22.) und Jarmolenko (30.).
Auf der anderen Seite offenbarten die Engländer immer wieder Schwächen in der Abwehr. Man merkte auch, dass ihnen ein Remis zum Weiterkommen reicht. Nach dem Seitenwechsel stellte die Truppe von Teamchef Roy Hodgson dennoch den Spielverlauf auf den Kopf. Eine Flanke von Steven Gerrard wurde von der Ukraine-Verteidigung abgefälscht und Rooney musste am langen Eck nur mehr zum 1:0 einköpfeln (48.).
Die Gastgeber blieben spielbestimmend, aber im Abschluss ineffizient und waren in der 62. Minute dann auch noch im Pech. Englands John Terry dürfte vor den Augen des Torrichters den Ball nach einem Abschluss von Ukraine-Stürmer Marko Devic hinter der Linie abgewehrt haben. Schiedsrichter Viktor Kassai ließ allerdings weiterspielen. Auch die Einwechslung von Schewtschenko in der Schlussphase brachte keine Wende mehr. Die Engländer konnten damit als Gruppenerste den Aufstieg verbuchen, Gastgeber Ukraine ist ausgeschieden, erreichte aber immerhin Rang drei.
Noch glanzloser verlief der Aufstieg von Mitfavorit Frankreich. Das enttäuschende Team von Laurent Blanc musste sich am Dienstag in Kiew zum Abschluss der Gruppe D den bereits ausgeschieden gewesenen Schweden 0:2 geschlagen geben, schaffte es aber als Zweiter hinter England in die K.o.-Phase. Die Schweden bestimmten über weite Strecken das Spiel. Die Vorentscheidung fiel in der 54. Minute durch ein Traumtor von Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic, der mit einem wuchtigen Volleyschuss aus zwölf Metern auf 1:0 stellte.
Erst nach einer Stunde übernahm dann Frankreich das Kommando und belagerte den schwedischen Strafraum. Die besten Chancen auf den Ausgleich vergaben Samir Nasri (65.) sowie die eingewechselten Menez (82.) und Olivier Giroud (83.). Im Konter besorgten die Schweden den 2:0-Endstand, nach einem Lattenschuss von Pontus Wernbloom nagelte Sebastian Larsson den Abstauber unter die Latte (91.). Der Aufstieg der Franzosen war aber aufgrund des 1:0 von England gegen die Ukraine nie ernsthaft in Gefahr. Mit einem Punkt Vorsprung auf die Ukraine und Schweden stehen sie im Viertelfinale.
Frankreich bekommt es nun im Viertelfinal-Schlager am Samstag (20.45 in Donezk) mit Spanien zu tun, England spielt am Sonntag (20.45 in Kiew) gegen Italien um den Einzug ins Halbfinale. Das Viertelfinale startet am Donnerstag (20.45 in Warschau) mit der Partie Tschechien-Portugal, am Freitag (20.45 in Danzig) treffen Deutschland und Griechenland aufeinander.
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