Finalist Spanien auf Rekordkurs
Von Apa/ag. | 28.06.2012 - 13:58

Spaniens Kicker können Geschichte schreiben. Bild: SN/apa (epa)
Nach einem 4:2 im Elfmeterschießen gegen Portugal am Mittwoch steht Spanien bei der Fußball-EM erneut im Finale eines großen Turniers. Iker Casillas, Xavi und Co. fehlen nur noch ein Sieg gegen Deutschland oder Italien, um den dritten großen Titel in Serie zu gewinnen. 90 Minuten lang gelang es Portugal, den Titelverteidiger im iberischen Duell zu Donezk nicht glänzen zu lassen. Der große Favorit war zwar wie schon gegen Italien (1:1) und Kroatien (1:0) auch diesmal kurz davor, entzaubert zu werden und seine langjährige Vorherrschaft im internationalen Fußball zu verlieren. Doch dank ihrer Routine und Nervenstärke schafften die Spanier den vierten Finaleinzug bei EM-Endrunden.
Spanien ist nun seit 19 Pflichtspielen ungeschlagen und hat in der K.o.-Phase zuletzt im WM-Achtelfinale 2006 - also vor neun Partien - einen Gegentreffer kassiert. Seit der BRD um Gerd Müller und Franz Beckenbauer in den 70er-Jahren (EM 1972, WM 1974, EM 1976) hatte kein Team drei Endspiele bei Großturnieren in Serie erreicht. Dreimal in Folge zu gewinnen, schaffte noch keine Nation. Die BRD scheiterte im Endspiel 1976 an der Tschechoslowakei.
"Es war harte Arbeit. Aber wir sind wieder im Finale, das ist eine riesige Belohnung. Was auch immer passiert, wir können stolz sein. Aber nun wollen wir den Pokal auch mit nach Hause nehmen", sagte Xabi Alonso. Wie der Mittelfeldspieler gaben auch seine Teamkollegen zu Protokoll, dass ihnen Portugal mehr Probleme als angenommen bereitet hatte. "Es war nicht unser bestes Spiel, weil sie es uns sehr schwer gemacht haben", sagte Verteidiger Sergio Ramos.
Sorgen dürfte Del Bosque nur die Position an vorderster Front machen. Alvaro Negredo überzeugte als Mittelstürmer bis zu seiner Auswechslung für Fabregas keinesfalls. Fernando Torres, der Siegtorschütze vom Finale in Wien 2008, saß 120 Minuten nur auf der Bank.
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