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Aufatmen bei Spanien nach Viertelfinal-Einzug

Von Apa/ag. | 19.06.2012 - 13:20

Bei Titelverteidiger Spanien war nach dem mühevollen Einzug ins Viertelfinale kollektives Aufatmen angesagt. Das 1:0 gegen Kroatien durch ein spätes Tor von Jesus Navas reichte schließlich noch zu Platz eins in Gruppe C.

Aufatmen bei Spanien nach Viertelfinal-Einzug

Spanien wankte, fiel aber nicht. Bild: SN/apa (epa)

Auch Teamchef Vicente de Bosque musste zugeben, dass seine Mannschaft schon glanzvollere Leistungen abgeliefert hatte. "Das war kein großes Spiel von uns, und das sollte uns zu denken geben. Die Dinge sind nicht nach Plan gelaufen", kritisierte der Coach.

Durch die durchwachsene Darbietung flammten die Diskussionen über die Systemfrage bei den Spaniern wieder auf. Fernando Torres, beim 4:0 gegen Irland mit zwei Toren noch der gefeierte Held, enttäuschte gegen Kroatien. In der Schlussphase stellte Del Bosque wieder auf eine Taktik ohne echte Spitze um, und prompt fiel das - vom eingewechselten "falschen Stürmer" Cesc Fabregas eingeleitete - 1:0.

Diesmal waren allerdings nicht die spanischen Offensiv-Stars um Iniesta die Sieggaranten, sondern Iker Casillas. Der Goalie bewahrte seine Mannschaft bei einer Großchance von Ivan Rakitic nach einer Stunden vor dem Rückstand und damit vor dem möglichen EM-Aus.

Für den Trainer leistete aber auch Schiedsrichter Wolfgang Stark seinen Beitrag zum kroatischen Ausscheiden. Laut Bilic hätte der Deutsche zwei Elfmeter für die Kroaten pfeifen müssen. "Und auch in kleinen Details hat er den Spaniern immer wieder geholfen. Das war eben der Weltmeister-Bonus", ärgerte sich der 43-Jährige.

Äußerst hart gingen die kroatischen Medien mit Stark ins Gericht. "Er hat Kroatien rausgeworfen", schrieb am Dienstag "Jutarnji list". Im TV-Sender Nova hieß es: "Kroatien ist tapfer und stolz gefallen: Das war eine Schiedsrichter-Ungerechtigkeit". Stark hatte in der 27. Minute ein Foul von Sergio Ramos im Strafraum an Mario Mandzukic nicht geahndet. "Wir sind bestohlen worden. Der Blindfisch hat den Elfer nicht gesehen", schimpfte Verteidiger Vedran Corluka.

 
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