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Verrückt

Londoner Schau zeigt Gemälde von Tieren

Von Sn, Dpa | Aktualisiert vor 108 Tagen

Woran mag Künstler Bakhari wohl gedacht haben, als er leuchtende Gelbtöne zu einem energetisch wirkenden Knoten vermischte? Wahrscheinlich an eine Bananenschale, ist der US-Maler doch ein Schimpanse.

Viele Tiere malen tatsächlich aus Spaß.  Bild: SN/APA

Bakharis Werke eignen sich bestens zum An-der-Nase-Herumführen beredter Kunstkenner: Wer es nicht weiß, kann die Gemälde schnell für Beispiele abstrakter, von Menschenhand geschaffener Kunst halten. Und mit dem Interpretieren loslegen.
Gemälde von Tieren faszinieren die Menschen seit Jahrzehnten. Einen kleinen Überblick über ihre Geschichte und Erforschung gibt nun eine Ausstellung am Londoner University College - nach Angaben der Macher die allererste, in denen Werke von mehreren Tierarten zusammen zu sehen sind. Neben der Kunst von Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas sind auch Gemälde von Elefanten sowie das Exemplar eines Laubenvogels zu sehen, der vor allem in Australien vorkommt und komplizierte Statuen baut und liebevoll ausschmückt.
Die große Frage hinter der Mini-Schau: "Ist Tier-Kunst Kunst?". Und wenn ja, was bedeutet das dann für von Menschen gemachte Kunst? Sind Tiere wirklich kreativ, wenn sie zum Pinsel greifen - oder klecksen sie bedeutungslos herum? "Das wirft auch interessante Fragen über die Natur der menschlichen Kunst auf", erklärt Co-Kurator Will Tuck.
Den Pinsel überhaupt in die Hand oder den Rüssel zu nehmen, das machen Tiere aus unterschiedlichen Gründen. "Viele von ihnen machen es tatsächlich einfach aus Spaß. Sie sind regelrecht kreativ. Andere müssen dazu angeregt werden, etwa durch Training oder Belohnungen."
"Ob man meint, dass sich die Tiere bei ihren Bildern wirklich etwas gedacht haben, hängt auch vom Glauben daran ab", sagt Ashby. Menschen seien schon immer fasziniert davon gewesen, Ähnlichkeiten mit Tieren zu finden. "Wir haben keine wissenschaftliche Antwort. Und die Frage ist ja außerdem auch: Wo fängt Kunst an?"



 

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