Verrückt

Bürgermeisterin covert Fendrich - und bekommt Ärger

Von Dpa | 26.08.2013 - 10:44

Eine musikalische Bürgermeisterin in Niederbayern hat sich Ärger mit Rainhard Fendrich eingehandelt.

Bürgermeisterin covert Fendrich - und bekommt Ärger

Fendrich ist scheinbar kein Josefa-Schmid-Fan. Bild: SN/APA/GEORG HOCHMUTH

Die FDP-Politikerin Josefa Schmid aus Kollnburg hatte den Fendrich-Song "Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk" als Liebeserklärung an ihre Heimat neu produziert und auf der Video-Plattform Youtube veröffentlicht. Sie sei Fendrich-Fan und habe sich nichts Böses dabei gedacht, sagte sie am Samstag auf Anfrage.

Die Version wurde über 30.000 Mal angeklickt. Das ursprünglich hochgeladene Video war mit Hinweis auf Urheberrechte und eine Anwaltskanzlei nicht mehr verfügbar. Am Samstag waren zunächst weder die Kanzlei noch das Management von Fendrich für eine Stellungnahme zu erreichen.

"Eine rechtliche Grauzone"

"Ich habe mich vorher nicht mit dem Management abgesprochen", räumte Schmid ein. Als studierte Juristin habe sie allerdings zum Thema Urheberrecht recherchiert. Auf YouTube gebe es etliche Cover-Videos - eine Grauzone sei das. Am Montag will die Bürgermeisterin ein Gespräch mit Fendrichs Management führen. Das sei bereits abgesprochen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden, weil ich das Fendrich-Lied nicht kommerziell und definitiv nicht für Wahlkampfzwecke gemacht habe - lediglich als Hobby."

Die 2012 von der CSU zur FDP übergetretene Politikerin will im September in den bayerischen Landtag einziehen. Bereits 2009 veröffentlichte sie den "Kollnburg-Song" über ihre Heimat im Landkreis Regen. Seit 2008 ist sie Bürgermeisterin der knapp 3000 Einwohner zählenden Gemeinde.

 
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