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Kopf des Tages

Johannes Steinhart - ELGA-Gegner wird Ärzte-Präsident

Von Sn-awi, Apa | Aktualisiert vor 103 Tagen

Johannes Steinhart soll Walter Dorner als Präsident der Ärztekammer ablösen. Bekannt wurde der 57-jährige Urologe vor allem durch seine Anti-ELGA-Kampagnen.

Johannes Steinhart könnte Walter Dorner als Präsident der Wiener Ärztekammer ablösen.  Bild: SN/APA/BARBARA GINDL

Johannes Steinhart ist Spitzenkandidat für das Amt des Wiener Ärztekammerpräsidenten. Falls er im März die Wahl für sich entscheiden kann, stehen die Chancen hoch, dass er im Juni auch zum Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer ernannt wird.
Steinhart sagt man nach, dass er ein Hardliner ist. Nun soll er das Amt des Präsidenten der Ärztekammer übernehmen. Sein Vorgänger, Walter Dorner, wird wegen gesundheitlicher Probleme zurücktreten. Ob sich an dem Führungsstil etwas ändern wird, kann bezweifelt werden, denn beide Ärzte sind für ihre offensiven Äußerungen bekannt.
Mit seinem Protest gegen das elektronische Gesundheitssystem ELGA lotete Steinhart bereits Grenzen aus. In der Kampagne ließ er Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) mit Totengräber-Schaufel auf das Cover der Kammer-Zeitung drucken. Auf Ablehnung in der Bevölkerung stießen aber auch Inserate mit Nackt-Aufnahmen, die auf die mangelnde Datensicherheit von ELGA hinweisen sollten. Bei Verhandlungen mit der Gebietskrankenkasse hat Steinhart allerdings auch gezeigt, dass er sich mit seinem Verhandlungspartner arrangieren kann.
Steinhart ist seit 1989 bei der Wiener Ärztekammer aktiv. 1999 wurde er Vizepräsident und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte. Neben seiner Tätigkeit bei der Wiener Ärztekammer ist er bei der Österreichischen Ärztekammer als Referent für Grundlagenarbeit und gesundheitspolitische Analysen aktiv. Johannes Steinhart ist geschieden und als Hobbys gibt er Lesen, Musik, Malen, Yoga und diverse Sportarten an.



 

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