Gu Kailai: Gefallene "rote Prinzessin" von China
Von Sn, Apa/sda/dpa | 20.08.2012 - 09:09

Gu Kailai (l) und ihr Ehemann Bo Xilai. Bild: SN/dapd
Die am Montag verurteilte Gu Kailai hat wie ihr Mann Bo Xilai zu Chinas Elite gehört. Als jüngste Tochter eines berühmten Generals der Volksbefreiungsarmee genoss sie eine privilegierte Stellung in dem Land.
Nach dem Besuch der renommierten Peking-Universität, wo auch ihr späterer Mann studierte, machte sich Gu mit prestigeträchtigen internationalen Fällen einen Namen als Anwältin. Sie gründete sogar ihre eigene Kanzlei.
1998 veröffentlichte sie einen Ratgeber mit dem Titel "Wie man eine Klage in den USA gewinnt." Darin beschrieb sie auch das Strafrecht Chinas: "Wenn wir wissen, dass Sie jemand umgebracht haben, werden sie verhaftet, verurteilt und hingerichtet."
Gu, die fließend englisch sprechen soll, verbrachte in den vergangenen 20 Jahren anscheinend viel Zeit im Ausland. Dort soll sie auch den Namen Horus L. Kai benutzt haben - Horus war ein ägyptischer Gott.
Wegen ihrer Ausstrahlung wurde sie zuweilen die "Jackie Kennedy Chinas" genannt. Ihren Mann lernte sie 1984 in der Stadt Dalian kennen, wo er damals Parteisekretär war. An seiner Seite stieg sie zur "roten Prinzessin" auf.
Gus tiefer Fall kam mit der Anklage wegen des Giftmordes am britischen Geschäftsmannes Neil Heywood, eines alten Freundes und Geschäftspartners der Familie. Gerüchte kamen auf, sie habe ein Verhältnis mit dem 41-Jährigen gehabt.
Am Montag wurde Gu von einem Gericht des Mordes an Heywood schuldigt gesprochen. Sie wurde zu einer aufgeschobenen Todesstrafe verurteilt.
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