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Farm der Tiere
18. März 2005
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| Sprechende Tiere auf der geheimnisvollen
Farm "Die Vierte Welt". Bild:
SN/dtv |
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In "Die Vierte Welt" erzählt Kate Thompson eine
fantastische Geschichte über ein Labor
in Irland, in dem seltsame Dinge vorgehen.
Ausgerechnet zur Zeit der Ölkrise machen sich
Christie und sein ungleicher Stiefbruder Danny auf
den Weg nach Irland. Dort besitzt Dannys Mutter
Maggie eine Tierfarm, welche die Vierte Welt genannt
wird und zugleich Stützpunkt ihrer rätselhaften
Forschungsarbeiten ist.
Geführt von dem sprechenden
(!) Vogel Schatz lesen die Brüder in Dublin die
obdachlose und widerspenstige Tina und ihren (ebenfalls
sprechenden) Hund Oggy auf. Noch völlig perplex über
diese evolutionäre Entdeckung folgen Christie,
Tina und Danny den Tieren. Laufend geraten sie auf
ihrem gefährlichen Weg in Schwierigkeiten. Der öffentliche
Verkehr ist komplett lahm gelegt und je weiter sie
kommen, desto knapper wird ihr Vorrat an Nahrung. Zu
Fuß kämpfen sich die Kinder weiter
durch das immer stärker werdende winterliche Schneetreiben.
Danny ist voller Zuversicht und sehnt sich nach seiner
Mutter.
Alleine wegen ihm nimmt Christie die Gefahren
auf sich, weil er sich verantwortlich fühlt und
ihn niemals alleine lassen würde. Als die Gefährten
völlig erschöpft und verzweifelt aufgeben wollen, schaffen
sie es mit Hilfe des Vogels doch noch an ihr Ziel.
Zu der seltsamen Farm, die ein unglaubliches Geheimnis
birgt.
Die Farm liegt abseits von bewohnten Gegenden und
Dörfern. Die Menschen meiden diesen Ort und fürchten
sich davor. Man erzählt sich unheimliche Geschichten
darüber und nun endlich weiß Christie auch
warum. Alle Tiere der Vierten Welt beherrschen die
menschliche Sprache.
Doch schon bald muss Christie
entdecken, dass
die "Vierte Welt" ein noch viel unheimlicheres Geheimnis
birgt. Währenddessen sind Danny
und Tina blind vor Glück. Der eine, weil er endlich
bei seiner Mutter ist, die ihn versteht und die
andere, weil sie zum ersten Mal ein Zuhause hat und
einen Sinn im Leben erkennt.
Christie jedoch setzt alles in Bewegung, um Maggies
"verbotenes" Labor zu finden und dem Geheimnis auf
die Spur zu kommen.
Mit Hilfe der Tiere gelangt er in die unteren
Geschosse der Farm und macht dort eine entsetzliche
Entdeckung . . .
Kate Thompson hat mit "Die Vierte Welt" eine spannende
und aufwühlende
Geschichte geschaffen, die ein befremdendes Geheimnis
birgt. Versteckt stellt sie die Moral der Menschen
in Frage und hinterfragt, wie weit jemand gehen kann,
ohne diese ungeschriebenen Gesetze zu brechen.
Das Buch liest sich in einem durch und verteilt
immer wieder fein dosierte Happen an Spannung und Aufregung,
die das beiseitelegen der Geschichte sehr schwer machen.
Und so unfassbar
die Antwort auf alle Fragen auch ist, so bleibt sie
doch glaubwürdig,
aufrührend und macht es unmöglich, sich vor
dem Ende des Buchs eine endgültige Meinung zu
bilden.
Es ist eine nachdenkliche Geschichte, die sich mit
einem Thema befasst, welches uns alle interessieren
sollte. Kate Thompson erzählt ihren Roman so schonend
und zugleich mit einem so schockierenden Ende, dass
man sich nach der letzten Seite noch tagelang darüber
Gedanken machen wird.
#tina schosser
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