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Abgründe
der Seele
4. Jänner 2005
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| Zwillingsschwestern im Machtkampf Bild:
SN/dtv |
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Zwillingsschwestern,
wie sie unterschied-licher eigentlich gar nicht sein
könnten: Michael Wildenhains Roman "Die Schwestern".
Manuels Leben ist eigentlich ganz okay. Mit seinen
Freunden hängt er nachmittags in der Gegend herum.
Er hat weder in der Schule noch sonst irgendwelche
Probleme.
Dieser Zustand ändert sich jedoch relativ rasch,
als die Zwillingsschwestern Ortrun und Susanne
in der Stadt auftauchen. Manuel ist sofort fasziniert
von Ortrun. Ihre mysteriöse Art zieht ihn sofort
in den Bann - und irgendwie scheint auch Ortrun ihn
auf eine gewisse Art zu mögen.
Sein Leben gerät aber völlig aus der Bahn,
als der dann am nächsten Morgen Susanne, Ortruns
Schwester in der Schule trifft. Anfangs ist sie nur
eine neue Klassenkollegin, was sich aber relativ schnell ändert,
als er von einem seiner Klassenlehrer zum persönlichen
Mathematik-Nachhilfelehrer von Susanne ernannt wird.
Die Geschichte nimmt seinen Lauf. Manuel lernt eine
völlig andere Welt als seine bisherige kennen.
Mathematik wird eigentlich zur Nebensache. Im Vordergrund
steht immer öfter die Vergangenheit der Zwillinge.
Eine Familie, in der nicht alles so einwandfrei läuft.
Ein völlig anderes Leben als das, was Manuel vielleicht
für normal gehalten hat.
Was hat die Sache mit dem Gefängnis auf sich?
Warum die komische Bar, in der die Mädchen angeblich
arbeiten?
Er erkennt jedoch erst relativ spät seine Rolle
in dem Machtkampf der beiden Schwestern. Seelischer
und körperlicher Schmerz können ihn jedoch
nicht davon abbringen, mehr über die unheimliche
Geschichte der Schwestern zu erfahren.
In "Die Schwestern" skizziert der Autor Michael
Wildenhain die verschiedenen Typen von Menschen und
ihre Reaktionen und Lebensweisen. Er schildert erstklassig
den Einfluss von einschneidenden Erlebnissen in der
Kindheit auf das spätere Leben.
Wie sich dramatische Erlebnisse aufstauen,
bis sie - ausgelöst
durch ein kleines Ereignis - den Damm zum Brechen bringen.
#roland lindner
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