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Freerider-Camp
31. Dezember 2005
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| Wer gerne unberührte Hänge
genießt, sollte sich eventueller Gefahren
bewusst sein. Bild:
SN/popp |
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Das Fahren abseits der Piste birgt viele Gefahren.
FRITZ hat an einem Lawinen-Camp teilgenommen, bei dem
gelernt wird, die Risiken besser einzuschätzen.
Es ist 14.30, noch eine halbe Stunde, bis der erste
Teil unseres zweitägigen Lawinencamps von SAAC
(Snow & Avalanche Awareness Camp) in der Axamer
Lizum/Innsbruck beginnt. Heute herrscht der absolute
Ausnahmezustand. Bereits seit den frühen Morgenstunden
gibt es massiven Schneefall und für die letzten
Kilometer der Serpentinen-Straße ins Skigebiet
gilt Kettenpflicht.
Trotz dieser tiefwinterlichen Verhältnisse treffen
fast alle der 60 angemeldeten Teilnehmer im Veranstaltungsraum
des Theorieteils ein.
Christian "Picco" Piccolruatz und Mike Hutter, zwei
Bergführer und Prorider, begrüßen uns
zum Theorieteil an diesem Nachmittag. Sie erklären
uns via Powerpoint und Videos den Lawinenlagebericht,
Geländekunde, Wetter, Lawinenarten, Ausrüstung
und vieles mehr.
Um 8.45 am nächsten Morgen treffen wir uns an
der Talstation der Lizum. Die sechs Bergführer
teilen an jeden von uns Liftkarte, Schaufel, Lawinen-Verschütteten-Suchgerät
(LVS) und Lawinensonde aus. Anschließend werden
wir in sechs Gruppen aufgeteilt und es geht Richtung
Berg. Es gilt Lawinenwarnstufe 4. Das heißt:
Kein Fahren im ungesicherten Gelände. Picco, der
unsere Gruppe führt, erklärt, worauf man
achten muss: "Geh niemals allein ins Gelände!",
so lautet einer der Grundsätze beim Freeriden.
Weiters lernen wir Hangneigungen abzuschätzen
und welche Gefahren gut erkennbar sind.
"10 Prozent aller Lawinentoten sind nicht zu verhindern,
weil man es einfach nicht voraussehen könne. Die
restlichen 90 Prozent wären es aber", erklärt
Picco.
Nach der Mittagspause in der Hütte suchen wir
uns einen Platz abseits der Piste und üben die
Verschüttetensuche. Der richtige Gebrauch vom
LVS-Gerät spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Bei der schweißtreibenden Suche im bauchtiefen
Schnee wird uns bewusst, was das im Ernstfall bedeutet:
Der sichere Umgang mit LVS-Gerät, Schaufel und
Sonde entscheidet hier über Leben und Tod.
#miriam popp
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