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Zweite Schöpfung
21. März 2006
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| Die menschliche Existenz wirft
mehr Fragen als Antworten auf. Bild:
SN/dtv |
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Evolution, Gentechnik, Hirnforschung: Sachbuchautor
Gerhard Staguhn begibt sich auf "Die Suche nach dem
Bauplan des Lebens".
Warum gibt es uns und was suchen wir hier? Aus welchem
Grund existieren wir ünerhaupt? Irgend jemand muss
sich dabei doch etwas gedacht haben?!
Mit diesen
Fragen beschäftigen
sich Philosophen, Religionswissenschaftler, Naturwissenschaftler
und natürlich auch wir. Der freie Autor Gerhard
Staguhn schildert in seinem Sachbuch "Die Suche nach
dem Bauplan des Lebens" die wissenschaftliche Sicht
auf diese brennenden Fragen.
Die Tatsache, dass auf der Erde Leben überhaupt
entstehen konnte, wird von Wissenschaftlern als "Zufall"
gesehen, ausgelöst durch Mutationen, Klimaveränderungen,
etc. So ist es eigentlich schon ein "Wunder",
dass wir Menschen überhaupt existieren.
Wie aber entstand das Leben wirklich? Wie konnte aus
toter Materie eine Urzelle bzw. Urgemeinschaft entstehen?
Diese Frage ist in der modernen Wissenschaft noch immer
unbeantwortet.
Einerseits ist es kaum zu fassen, wie weit die Wissenschaft
schon vorangeschritten und wie viele Fragen bereits
beantwortet sind. Man erfährt hier von neuesten
Versuchen und Erkenntnissen, wie z. B. dem Versuch,
das Gehirn einer Maus an einen Computer anzuschließen
und so Lebendiges mit toter Materie zu verbinden. Andererseits
wird klar, wie wenig die Menschheit eigentlich weiß.
Es wird auf jeden Fall noch sehr lange dauern, bis
alles erforscht ist - wobei sich die Frage aufwirft,
ob man überhaupt alles erforschen
kann.
Eines wird in "Die Suche nach dem Bauplan des
Lebens" besonders klar: Der Mensch zeichnet sich
durch seine Fähigkeit zu fühlen und zu denken aus,
er hat ein Bewusstsein - dieser Begriff spielt auch
in der Hirnforschung eine große Rolle. Unklar
ist aber nach wie vor, wie man Hörbilder oder
generell Bilder im Gehirn wahrnehmen kann.
Um neueste Erkenntnisse zu verstehen, braucht man
zuerst einmal eine Art Grundwissen bezüglich der
Entstehung der Erde, dem Aufbau von Genen und noch
Vielem mehr - dafür wird in diesem Buch besonders
gesorgt. So wird vom Urknall, der Evolution, dem Aufbau
der Zelle, DNA, Genen, Gentechnik, Klonen - von den
Mendelregeln bis zum neuesten Stand der Forschung -
bis hin zum Gehirn, Bewusstsein, Fühlen und Denken
alles verständlich
erklärt.
Ich selbst empfand das Buch teilweise als Zusammenfassung
dessen, was ich in der Schule in Biologie, Physik und
Chemie gelernt habe. Das Buch dient also auch zur
Festigung von Allgemeinwissen.
Man erfährt viele interessante Sachen, z. B.
dass sich unser Erbgut nur
zu acht Prozent von dem einer Maus
unterscheidet und wir Menschen genetisch gesehen
zu 99,9% gleich sind.
Grundsätzlich lassen sich die Themen, die im
Buch behandelt werden, in drei Bereiche eingliedern:
Evolution, Gen- und Hirnforschung. In den letzten Kapiteln
aber stellt Staguhn unerwartete Fragen wie: Was hat
die Wissenschaft eigentlich für
einen Sinn? Wo liegen
die Grenzen der Gen- und der Hirnforschung? Soll der
Mensch wirklich alles wissen, sollte nicht noch etwas
verborgen bleiben?
Der Mensch ist von Natur aus unzufrieden mit dem,
was er hat und ziemlich viel weist darauf hin, dass
sich die Spezie quasi neu erfinden will. Das Klonen
spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Der Autor
spricht sogar schon von einer zweiten, vom Menschen
ausgelösten Schöpfung.
Es gibt viele Filme und Sci-Fi- Romane, die vom Untergang
der Menschheit handeln, ausgelöst durch Roboter
oder Maschinen, die schließlich die Kontrolle
übernehmen. Wenn man sich so einen Film ansieht, denkt
man sich sicherlich nicht, dass er wahr werden könnte
- aber Staguhn spricht schon von einer zukünftigen
"Cybermenschheit" ...
Auf alle Fälle empfehlenswert
ist dieses Buch für
Science-Freaks - aber auch Normalsterbliche spricht
es sicherlich an!
#surina malik
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